Bambus ist doch echt für alles gut

Veröffentlicht am: 9. August 2013 |

Früher bin ich hiermit zur Party gegangen:

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Einweggeschirr

Fürs Grillen im Park ist Einweggeschirr schon unheimlich praktisch. Es ist leicht, man muss es nicht wieder mit nach Hause schleppen und schon gar nicht spülen. Aber wenn man es mal genau betrachtet, ist es auch unheimlich unnötig und eine unheimliche Verschwendung. Jedes Campinggeschirr erfüllt den gleichen Zweck und sieht dabei auch noch  besser aus. Anstatt des standardmäßigen Campinggeschirrs aus Kunststoff, haben wir nun eine tolle Alternative aus nachwachsenden Rohstoffen gefunden:

Während in Asien die größten Hochhäuser mit Gerüsten aus Bambus gebaut werden, gibt es mittlerweile echt alles aus Bambus, und eben auch Geschirr:

 
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Bambusgeschirr

Es ist genauso leicht und stabil, hat aber zudem noch eine schöne, natürliche Oberfläche. Besteck wird am besten aus der Besteckschublade in ein Küchenhandtuch eingewickelt. So kann es sicher überall hin transportiert werden und auch wieder zurück. Wer sich heute noch mit Plastikgeschirr abmüht ist selbst Schuld.

Wenn man das Event selbst plant, hat man in der Hand, worauf das Grillgut liegt. Bei öffentlichen Veranstaltungen verhält es sich aber nochmal anders. Sei es auf dem Weihnachtsmarkt, dem Festivalgelände oder dem Stadtfest. Hier wird verzehrt und geschlemmt was das Zeug hält. Um diese Massen von Menschen abzufertigen, ist das Plastikgeschirr ein gerngesehenes Accessoire, auf das man leider keinen Einfluss hat. Wer aber doch mit gutem Gewissen einen Reibekuchen vertilgen möchte, der bringt sich sein Geschirr einfach von zu Hause mit.
Statt eines richtigen Tellers greifen wir hier gerne zu einer wiederverschließbaren Dose, die wir auch nach dem Genuss sicher verschlossen und somit sauber wieder in die Tasche packen können.

Selbst ein gestandener Mann wie Gregor musste bei seinem ersten Mal allen Mut zusammen nehmen, die Dose hinzuhalten. Die durchweg positiven Reaktionen geben aber schnell Sicherheit und das Gefühl, genau das richtige zu tun.

12 Comments to Bambus ist doch echt für alles gut

  1. Nicola schreibt:

    Hallo liebe Olga!
    Ich gehe morgen mit meiner Freundin grillen und habe erst jetzt daran gedacht, selber Geschirr mitzubringen, wie selbstverständlich das doch eigentlich ist. Zuhasue benutzen wir ja auch wiederverwendbares Geschirr. Und einen Rucksack oder eine Tasche hat man meistens dabei.

    Ich habe nun eine Frage zu den Bambusprodukten. Ich habe gestern meiner Mutter stolz meine neue Bambuszahnbürste gezeigt. Damit habe ich eine Disskusion gestartet, ob das denn nun auch wirklich besser ist. Also natürlich 100% besser als Plastikzahnbürsten, das stimmt. Auch ist Bambus eine schnell nachwachsende Pflanze, was es für die Produktion einfach mach. Aber Bambus wird meist in den Asiatischen Ländern angebaut. Ich habe leider noch nichts über den Ort der Produktion von Bambuszahnbürsten von verschiedenen Herstellern gehört, doch wenn der Bambus am anderen Ende der Welt angebaut wird und nach Deutschland transportiert werden muss, werden doch auch sehr viel CO2 produziert. Ich würde gerne mehr darüber wissen, hast du dazu etwas?

    Ich finde deinen Blog super, ich bin das erste mal auf dich durch deinen Youtube Kanal gestoßen, das war vor ca. 1 1/2 Jahren. Damals habe ich mich über Haarseifen informiert und bin dabei auf dein Video gestoßen. Seitdem sehe ich mir deinen Blog und auch deinen Online Shop and und möchte unbedingt nach Köln in den Tante Olga Laden kommen. Doch das muss leider noch warten, ich wohne in Hamburg und habe momentan keine Zeit. Vielen Dank für die tollen Infos und mach weiter so!
    Ich habe vor kurzem auch meinen eigenen Blog gestartet und freue mich Ihn weiter auszubauen und Leute über Nachhaltigkeit und Zero Waste aufzuklären.

    Herzliche und Sonnige Grüße aus Hamburg!

    Nicola

  2. Laura schreibt:

    Hi! Der Beitrag ist schon etwas älter, aber das Thema ja immer noch genauso aktuell…
    Die kürzlich veröffentlichen Testergebnisse von Ökotest zu eben diesen Bambusgeschirren war doch leider sehr ernüchternd. Habt ihr eine Marke zur Hand, auf die man vertrauen und die man guten Gewissens empfehlen kann?
    Ich habe bisher gar nicht so genau darauf geachtet, im guten Vertrauen darauf, dass gerade die Bambusgeschirre ökologisch gut und wertvoll sind und ärgere mich, dass uns auch da leider schwarze Schafe untergejubelt werden.
    Würde mich über Tips freuen. LG

    • Olga schreibt:

      Von dem Test habe ich auch gehört. Es ist immer die Frage, was die Alternative ist. Am gesündesten ist sicherlich das Porzellan. Dafür ist es schwer und kann kaputt gehen. Es ist immer die Frage wieviel Gemütlichkeit du bereit bist aufzugeben. Wenn du es an der Stelle nicht bist, ist Bambusgeschirr sicherlich die bessere Alternative als Kunststoff oder Einweggeschirr.

      • Winnie schreibt:

        ich mache Mittelalter-Re-enactment und habe für Mittelaltermärkte eine kleine Holzmolle, die auch sehr leicht ist mit einem Loch versehen, damit ich sie mir an den Gürtel hängen kann, gleich neben das Besteck.
        Vom Sparrenburgfest in Bielefeld kenne ich den Reisstand, der eine große Portion Reis in weißkohlblätter füllt. dazu gibt es dann noch eine Holzgabel und eine Serviellte. 1€ Pfand für den Müll, der sich bei mir meist auf die Gabel und die Serviette belief. Man kann sicherlich noch sparen, aber es gibt auch heimische Modelle. Im Mittelalter hatte jeder seinen eigenen Becher am Gürtel hängen, weil es gerade genug Geschirr gab, um die Leute zu versorgen. Eigener Becher, eigenes Besteck. Statt Tellern wurden oft Brotlaibe verwendet, die dann hinterher noch verspeist wurden, entweder von einem selbst, oder sie wurden an Arme verschenkt.
        Wenn man also heimische Varianten möchte anstelle des Bambusgeschirrs, lohnt sich ein Blick auf den Mittelaltermakt, wo sich manchmal auch Becher aus Birkenrinde oder Holz finden lassen, ebenso wie kleine Mollen, Gabeln und Löffel. alles leicht, aber nicht immer ganz Platzsparend. Gerade die leichten Gehölze brauchen oft eine gewisse Dicke für Stabilität.

        • Olga schreibt:

          Danke für die Inspiration.
          Der Müll geht zurück, wird aber dennoch entsorgt. Du könntest an deinem Gürtel auch noch die eigene Serviette unterbringen, dann hinterlässt du gar keinen Müll 😉

          • Winnie schreibt:

            Wenn ich auf Märkten unterwegs bin, dann meist in Gewandung und dann wische ich die Hände einfach an meiner Schürze ab. So sauber muss die für das Wochende nicht sein. zu Hause wird wieder gewaschen.

            Die Weißkohlblätter gibt es an dem Stand für jeden, was den Müll auch wenn nicht jeder alles essen mag zumindest kompstierbar macht und auch das ist schon ein Fortschritt zum Plastikgeschirr. Der Stand arbeitet seit 20 Jahren auf diese Weise.

  3. Fussel schreibt:

    Dass ihr Dosen bei öffentlichen Festen mitnehmt, finde ich toll 🙂
    Ab und zu vergesse ich das leider und das ist dann bei einem Festival ziemlich blöd…
    Erfreulicherweise setzen sich zumindest bei Trinkbechern auf vielen Festivals oder Weihnachtsmärkten Mehrweglösungen durch (Glühwein aus der Keramiktasse schmeckt auch gleich viel besser als aus dem Plastik- oder Pappbecher), aber bei Speisen ist da leider noch nix.

    Zum Bambusgeschirr: Das ist leider auch ein Kunststoff, wenn auch aus nachwachsenden Rohstoffen. Mir ist da ein Metallteller doch lieber, wenn ich mir schon was Neues kaufen muss.

    • Olga schreibt:

      Ja, das stimmt, das ist ebenfalls Biokunststoff.
      Ein Metallteller ist da eine schöne Idee, über die ich selber auch noch nicht nachgedacht habe. Ich würde allerdings kein Aluminium nehmen, da dies ja über die Lebensmittel aufgenommen wird.
      Leider ist es schwer zu bewerten, welcher Teller ökologisch sinnvoller wäre, denn Metall ist ja auch nicht nachwachsend. Dafür hält er unter Umständen länger.

  4. michael schreibt:

    Oh ja, Geschirr oder Besteck in einer Dose wäre zum Mitnehmen echt praktisch. Damit kann man sicher auch mehr Menschen überzeugen. Am Besten gleich verschiedene Dosen, eine für 4 Leute, eine für 8 und so weiter. Aber ich wollte noch was zum Comment von Jasmin sagen. Bambus fühlt sich eben doch auch bei uns in Europa sehr wohl. Als C4-Pflanze, genau wie Mais, ist die wirtschaftliche Nutzbarkeit um vieles höher, als du es angesprochen hast. Es wird auf dem Bau verwendet, ja sogar in der Kunststoffbranche, es ist teilweise essbar und kann auch als Heizmaterial genutzt werden. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt!

    • Olga schreibt:

      Dem kann ich nur zustimmen. In Laos kam ich besonders eindrucksvoll mit den vielseitigen Möglichkeiten des Bambus in Kontakt. Schalen, Trinkbecher, Dämpfgefäße für süße Nachspeise aus klebrigem Reis, Essbesteck, Strohhalme, Baumaterial jeder Art und die jungen Triebe landen sehr gerne auch auf dem Teller. Und ja, dem Bambus macht unser Klima gar nichts aus. 🙂

  5. Ulrike schreibt:

    Wir nutzen auch schon seit Jahren kein Einweggeschirr und das ist super praktisch! Bei uns ist es zwar das Plastikgeschirr, weil es das mal als Werbegschenk gab, aber ich finde das auch in Ordnung und bisher ist es sehr robust. Ich nehme immer noch eine Tüte mit, in die ich das dreckige Geschirr rein packen kann, damit nichts anderes im Rucksack beschmutzt wird. Wie machst Du das?

    • Olga schreibt:

      Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich das auch schon gefragt habe. Am besten wäre wahrscheinlich eine auswaschbare Dose in die das Geschirr hineinpasst. Da muss ich mir noch was einfallen lassen…

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