Reinigungsbausteine

Natron 

Natriumhydrogencarbonat

Natron ist ein Salz der Kohlensäure. Es ist leicht alkalisch und somit löst Fett. Es bindet Gerüche und ist in der Küche ein vielseitiger Helfer.

Anwendungen

  • Garzeit von Hülsenfrüchten und Kohl (Bei Rotkohl etwas Essig statt Natron) verkürzen: 1 TL pro Liter ins Kochwasser geben. Reduziert die Wasserhärte und macht die blähenden Nahrungsmittel besser bekömmlich.
  • Als Basis von Backpulver. Mit 1 EL Natron und 1 EL Säure (Essig, Zitronensaft) kannst du ein Päckchen Backpulver ersetzten.
  • Basis für Brausepulver
  • Putzkörper für selbst gemachtes Zahnpulver
  • als Basis für selbst gemachte Deos, denn Natron bindet Gerüche
  • Eine Prise im Eischnee lockert diesen auf.
  • Eine Prise im Käsefondue macht dieses besser bekömmlich
  • Zum backen von Laugengebäck
  • Gegen Insektenstiche. Mit etwas Wasser zu einem Brei verrühren und auf die Stiche auftragen.
  • Als Scheuermittel. Dafür etwas Wasser hinzugeben und damit Verschmutzungen weg schrubben. U.U. kurz einwirken lassen. Auch zum reinigen des Backofens geeignet.

Waschsoda 

Natriumcarbonat

Waschsoda ist ein Salz der Kohlensäure. Es ist stärker alkalisch als Natron und hat somit eine noch bessere Wirkung gegen Schmutz- und Fett. Es ist nicht als Lebensmittel geeignet und sollte mit Vorsicht verwendet werden. Das Pulver kann die Augen reizen.

Anwendungen

  • löst Schmutz und Seifenreste zum Beispiel von Badkeramik. Dafür ein wenig Waschsoda auf die Fläche geben und Rückstände einfach wegwischen.
  • entfernt Rückstände aus Thermoskannen und Milchgeschirr. Dafür 1TL Waschsoda in die Kanne geben und mit heißem Wasser bis zum Rand aufgießen. 24 h Einweichen. Dann leicht mit einer Flaschenbürste die Rückstände wegwischen. Ausgießen und ausspülen.
  • Tapete reinigen. Mit einer Lauge aus in Wasser gelöstem Waschsoda und einem sauberen Lappen vorsichtig die Flecken entfernen (Nur bei weißer Wandfarbe geeignet, da sich die Farbe ebenfalls etwas ablöst)
  • Mit der gleichen Lauge lassen sich viele weitere Oberflächen, wie Tür- und Fensterrahmen, Küchenschränke, Keramiktöpfe reinigen.
  • Etwas Waschsoda im Gips verlängert die Abbindezeit.

Zitronensäure

Zitronensäure ist sauer und löst deshalb Kalk, ist aber auch als Lebensmittel zugelassen.

Anwendungen

  • zum Konservieren z. B. von Marmeladen
  • entkalken von Wasserkocher, Kaffeemaschinen, Toilettenspülkästen, und Co.
  • Kalk von Armaturen etc. lösen. Dazu die Zitronensäure entweder verflüssigen oder als Pulver mit einem Lappen verreiben.

Kernseife 

Seife ist alkalisch und löst Schmutz und Fett. Kernseife ist die ideale Universalseife. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Seife kein Palmöl enthält um die Regenwaldrodung nicht zu fördern

Anwendungen

  • als Körperseife
  • als Haarseife
  • zum Rasieren
  • als Grundlage von Reinigungsmitteln
  • zur Handwäsche von Kleidung auf Reisen

Apfelessig

Essig ist sauer, löst Kalk und ist Grundlage fürs Salatdressing
Apfelessig ist im Bioladen auch in einer Mehrwegflasche erhältlich

Anwendungen

  • Kalk lösen
  • Salatdressing
  • Kühlschrank reinigen
  • Als Klarspüler für die Spülmaschine (hierzu fehlen mir jedoch Erfahrungswerte)
  • Unbehandeltes Holz auffrischen. Dazu auf 1/2 L Wasser 4 EL Essig und 2 EL Olivenöl geben. Gut vermischt oder in einer Flasche geschüttelt kann die Mischung mit einem weichen Tuch in die Holzoberfläche eingerieben werden.

(ökologisches Spülmittel)

Spülmittel ist als PH neutrales Tensid sowohl in Verbindung mit sauren und alkalischen Bausteinen nutzbar. Wer Schmutz bzw. und Kalk nicht separat bearbeiten möchte, kann sich schon mit geringen Mengen Spülmittel die Arbeit erleichtern.

Am liebsten arbeite ich mit festen bzw. pulverförmigen Reinigungsbausteinen. Das zur Reinigung notwendige Wasser kommt einfach zu Hause aus dem Wasserhahn. Das reduziert das Transportaufkommen immens, wenn man bedenkt, dass der Großteil unserer flüssigen Reinigungsmittel und Kosmetikprodukte nur aus Wasser besteht.

Ich verwende in meinen Reinigungsmitteln grundsätzlich keine Duftstoffe. Zum einen ist meine Nase mittlerweile so empfindlich geworden, dass ich die Duftfreiheit sehr schätze. Zum anderen haben auch natürliche ätherische Öle, die man zu allen Rezepten hinzugeben kann, negative Auswirkungen auf die Umwelt. In geringen Mengen sind sie unbedenklich. Da wir sie aber in dermaßen vielen Produkten hinzugeben, können sie im Abwasser Wasserorganismen schädigen.

Reinigungshelfer

  • Bürsten
  • Flaschenreiniger
  • Lappen ( besser kein Mikrofaser, da es aus synthetischen Fasern besteht; Lappen aus alten Frotteehandtüchern eignen sich besonders gut. Gerade Lappen sind aber eine gute Möglichkeit um kaputte Textilien jeder Art upzucyceln),
  • Ceranfeldschaber fürs Kochfeld und eingebrannte Essensreste (Nicht für beschichtete Pfannen)
  • Kupferschwamm für hartnäckige Flecken, Grillroste und eingebrannte Essensreste (Nicht auf empfindlichen Oberflächen und beschichteten Pfannen geeignet)

 

Wie sich aus diesen Reinigungsbausteinen Reinigungsmittel leicht selbst herstellen lassen erfährst du hier

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