Frischkäse

Veröffentlicht am: 9. Dezember 2015 |

Schnittkäse einzukaufen ist für uns kein Problem mehr. Unser Bioladen gibt ihn ohne Probleme in unsere mitgebrachte Dose. Frischkäse dagegen bekommen wir nur auf dem Markt in unser eigenes Glas.

Deshalb mache ich Frischkäse ab und an gerne auch einfach selbst. Das Rezept ist denkbar einfach. Wie es geht könnt ihr euch im Video anschauen, oder darunter nochmal nachlesen.

 

 

Zutaten:

2 Liter Milch
150 g Joghurt
35 g Zitronensaft oder der Saft einer Zitrone

Zubehör:

Ein dünnes Tuch
Ein Nudelsieb

Zubereitung:

Frischkaesezubehoer_1000Die Milch aufkochen und vom Herd nehmen. Derweil den Joghurt mit dem Zitronensaft vermischen. Das Gemisch in die heiße Milch einrühren. Sofort gerinnt die Milch und trennt feste Flocken und klare Molke voneinander.
Nun das Nudelsieb mit dem Tuch auslegen und ein Auffangbehälter darunter stellen. Den Topfinhalt in das Tuch abseihen. Das was im Tuch übrig bleibt ist der fertige Käse. Er kann mittels des Tuchs noch etwas ausgepresst werden und ist sofort bereit zum Verzehr.

Der Käse ist so fest, dass er in Würfel oder Scheiben geschnitten Frischkaese-im-tuch_1000werden kann. Ich würze ihn dazu gerne mit Salz und Kräutern, er kann aber auch in einer Lacke aus gesalzener Molke noch einige Zeit eingelegt werden.
Mit etwas Molke und Sahne versetzt, kann der Käse auch zu einem Streichkäse gerührt werden.

Die Molke die im Auffangbehälter übrig geblieben ist, sollte keineswegs weggeschüttet werden. Wenn sie noch frisch und warm ist schmeckt sie pur sehr gut. Aber auch Milchshakes, Smoothies, Suppen und Nachtische verfeinert sie.

18 Comments to Frischkäse

  1. Janna schreibt:

    Liebe Olga! 🙂

    Denkst du esfunktioniert auh mit Pflanzlicher Milch, zum Beispiel Soja- oder Hafermilch und ebenso mit pflanzlichem Joghurt? 🙂

  2. Mondschatten schreibt:

    Meinen Frischkäse mache ich auch selber aus Joghurt, den ich einfach 1-3 Tage (je nach gewünschter Konsistenz) abtropfen lasse. Der Joghurt wird selbst gemacht aus Rohmilch und 2 EL Rest-Joghurt.
    Ich habe am Wochenende Quark selber gemacht, geschmacklich okay, aber von der Konsistenz sehr krenselig und deshalb nicht familientauglich.
    Die Milch beziehe ich als Rohmilch aus einer Milchtankstelle eines ortsansässigen Biobauern.
    Gelegentlich lebe ich auch mal kurzfristig vegan. Reis- und Mandelmilch kann ich selber machen, Sojamilch wird genau wie Sojabohnen nur in Tetrapacks oder Plastiktüten verkauft. Generell sind übrigens sehr viele vegane Lebensmittel plastikverpackt und ein ziemliches Sammelsurium an diversen Chemikalien (man lese mal, was in einem handelsüblichen Sojajoghurt alles drin ist).
    Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wo er/sie die Prioritäten setzt. Wir leben nicht vegetarisch, lehnen aber Massentierhaltung ab. Das FLeisch kommt aus regionalen Familien- oder Biobetrieben, die wir persönlich kennen, Fisch aus der ortsansässigen Forellen- und Karpfenzucht. Insgesamt haben wir den Konsum reduziert. Wir versuchen, möglichst regionale Lebensmittel einzukaufen, also weniger Bananen, Avocado, Melonen und Chia und mehr Beeren, Äpfel, Birnen etc.

  3. Alicesia schreibt:

    Wisst ihr eigentlich, wie viel Wasser verschwendet wird für die Herstellung von Milch? Außerdem ist dieses Lebensmittel nicht für den Menschen gedacht, sondern für das kleine Kälbchen, das von seiner Mutter groß gezogen werden will. Ich finde es etwas fragwürdig, dass ihr jeglichen Haushaltsmüll vermeidet, aber nicht in Frage stellt, dass Tiere gequält, ausgenutzt und getötet werden. Wir Menschen brauchen diese Produkte nicht um zu überleben. Um 1 Stück Fleisch oder Butter herzustellen,wird so viel Wasser, Getreide und Fläche verschwendet, auf der wieder Wald wachsen könnte.
    Ich finde euren Ansatz super und vermeide auch soviel Müll wie möglich, aber ich finde die vegane Ernährung passt einfach besser zu diesem Lebensstil.

    • Olga schreibt:

      Das höre ich immer wieder. Ich finde auch, dass es besser zu unserem Lebensstil passen würde, wenn wir ohne Strom und Heizung wohnen würden, wenn wir kein Auto hätten und keinen Laptop und keine Bananen essen würden. Genau das gleiche könnte ich auch jedem Veganer sagen. So könnte ich auch dir sagen, dass ich finde, dass du lieber komplett auf Müll verzichten solltest, als nur so weit wie möglich. Denn mehr ist immer möglich. Wenn ich dir jetzt erzähle, dass ich so weit wie möglich auf Tierprodukte verzichte, dann fragst du dich wahrscheinlich auch, was genau „möglich“ eigentlich heißt.
      Zudem bin ich nicht grundsätzlich gegen Tierhaltung. Bevor ich mir Plastikschuhe kaufe, nehme ich lieber welche aus Leder, wenn ich eine Trinkhalmbürste brauche, dann nehme ich lieber eine aus Tierhaar als aus Kunststoff. Denn ich glaube, dass die ganze Kunststoffindustrie alles andere als gut für das Wohl unserer Tiere ist. Versteh mich nicht falsch, auch ich verabscheue unsere moderne Tierhaltung auf das tiefste und kaufe Tierprodukte ausschließlich in Bioqualität, aber grundsätzlich lehne ich sie nicht ab. Auch finde ich es wichtig, Lösungen für Menschen anzubieten, die eben nicht vegan leben. Und zu guter Letzt würden mich unsere Kinder sehr bald steinigen, wenn ich nehmen all den Umstellungen nun auch noch Tierprodukte vom Speiseplan streichen würde. Ich fürchte dafür bin ich nicht stark genug.

      Ich glaube anstatt uns gegenseitig zu erzählen, was wir tun und lassen sollten, sollten wir uns lieber gegenseitig inspirieren und für das wertschätzen, was wir bereits alles tun. Ich schätze es jedenfalls sehr, dass du auf Tierprodukte vollständig verzichtest, auch wenn du nicht der perfekte Müllvermeider bist.

  4. Bella schreibt:

    Das Rezept klingt gut. Ich würde es gerne ausprobieren, aber wie lange ist das Ganze denn dann haltbar? Ich will kein Geld verschwenden…

  5. Patrick schreibt:

    Kann es am Fettgehalt des Käses liegen, wenn es nicht funktioniert? Also bei mir passt die Kosistenz einfach gar nicht :(.

    • Olga Kroll schreibt:

      Ist er zu flüssig oder zu hart? Ist er zu flüssig, muss du mehr Flüssigkeit rauspressen, ist er zu hart kann in der Tat ein höherer Fettgehalt eine cremigere Konsistenz bewirken. Ich mag ihn auch lieber mit Fetthaltiger Milch.

  6. blümchen schreibt:

    Die Molke eignet sich wunderbar zum Brot- und Brötchenbacken. Der Teig wird wunderbar locker. 😉
    …und dann auf das frische Brot den selbst gemachten Frischkäse. Hmmm!

  7. Clara schreibt:

    Hallo! Vielen Dank für den tollen Beitrag, das werde ich definitiv mal ausprobieren! Wie viele Gramm Käse hat man denn ungefähr am Ende?

    • Olga schreibt:

      Puh, gute Frage. Ich habe es gar nicht gewogen. Das mache ich beim nächsten Mal.

      • Clara schreibt:

        Hallo wieder! Ich habe am Wochenende den Käse gemacht und bin sehr zufrieden mit dem Rezept. Danke schön dafür! Ich habe etwa 400 g sehr leckeren Käse erhalten. Ich benutze den gleichen Yoghurt wie Du im Video und ich habe den restlichen Yoghurt durch ein Tuch „gesiebt“. Ich habe den Käse und den Yoghurt über Nacht aufgehängt und die Molke aufgefangen. Davon hat man sehr viel am Ende!! Jedenfalls entsteht aus dem Yoghurt Quark. Schmeckt ebenfalls toll! Aus 1000 g Yoghurt hat man am Ende 500 g Quark.

        Aus der Molke kann man einen rumänischen Käse machen. Es heißt „Urdă“ und ist so ähnlich wie Riccotta. Wenn ich das Rezept irgendwann herausfinde, sage ich Bescheid!

        Liebe Grüße!

        • Olga Kroll schreibt:

          Das klingt spannend. Wir waren ja zu unserer Hochzeitsreise in Rumänien und haben genau diesen Käse dort gegessen. Da würde ich gerne mal wissen wie das geht.
          Ich habe noch nicht ganz verstanden, wie du den Quark aus dem Joghurt bekommen hast?

          lg
          Olga

          • Clara schreibt:

            Hallo und Frohes Neues Jahr! 🙂

            Anscheinend entsteht der Käse „Urda“, indem man Molke aufkocht und ständig rührt. Ich habe es zwei Mal ausprobiert, aber es hat nicht geklappt. Ich habe keine Ahnung, was ich falsch gemacht habe. Ich muss nochmal recherchieren.

            Der Quark entsteht, wenn du den Yoghurt in ein Tuch rein machst und das Tuch am Türgriff vom Küchenschrank über Nacht hängst. Am besten ist es, wenn du ein Topf darunter stellst, damit die Molke darin aufgefangen wird. Über Nacht trennt sich die Molke vom Yoghurt und so bleibt der Quark im Tuch übrig 🙂

            Viele Grüße!

          • Olga schreibt:

            Ein frohes Neues zurück! Und vielen Dank für die Infos 🙂

  8. frohzuseinbedarfeswenig schreibt:

    Diese Art Frischkäseherstellung hab ich gelegentlich auch schon gemacht. Der Geschmack richtet sich nach der Qualität der Milch. Homogenisierte Milch funktioniert nicht so gut.
    Wer Laktose-intolerant ist sollte allerdings die Molke nicht verwenden, denn in der Molke steckt irre viel Laktose. Das ist auch der Grund, weshalb viele Suppenwürfel, gekörnte Brühe, Fertigsuppen, Kekse u.v.a. industriell gefertigte Lebensmittel Laktose enthalten: es wird überall gerne Molkepulver zugefügt, als Gschmacksverstärker und der Mineralstoffe wegen. Aber das ist geballt Laktose drin. Ich meide beides: Laktose aus gesundheitlichen Gründen, industriell gefertige Lebensmittel, weil unglaublich viel Zeug beigemischt wird, das kein Mensch braucht (Geschmacksverstärker, Aromastoffe, Farbstoffe und und und)

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