Milchprodukte

Veröffentlicht am: 27. November 2014 |

Für die meisten Milchprodukte gibt es schon ein sehr erfolgreiches Müllvermeidungskonzept – Die Pfandbehälter. Sowohl die Standardprodukte wie Milch, Joghurt, Sahne und Quark sind in Pfandglas oder -flasche erhältlich, als auch Kreationen wie Schwedenmilch, Buttermilch, Molke und Joghurt aller Gemacksrichtungen. Leider ist mir dieses Angebot aber bisher nur im Bioladen begegnet. Wir können uns aber damit trösten, dann es gerade bei Tierprodukten sehr empfehlenswert ist, auf Bioerzeugnisse umzusteigen. Durch das bessere Futter sind Geschmack und Inhaltsstoffe auch besser und die Tiere freuen sich über artgerechtere Lebensbedingungen.
Was ich bisher leider nicht in einer Pfandverpackung gefunden habe, ist Butter.

Wer einen Bauern in der Nähe hat, hat vielleicht auch das Glück Zugriff auf einen Milchautomaten zu haben. Diese Automaten werden mit frischer Rohmilch gefüllt, die man so nur selten im Handel bekommt. An so einem Automaten kann man sich soviel Milch selbst abzapfen wie man tragen kann. Das ist damit auch die Müll-freiste Möglichkeit an Milch heran zu kommen. Transport und Reinigung der Flaschen fällt weg, sowie das erneuern der Etikettierung. Und hier wird man auch endlich mal belohnt, für seine Gute Tat, denn der Liter Preis ist unschlagbar günstig.
Einen Milchautomaten kenne ich bisher. Er steht in Bergisch Gladbach, Oberlehrbach 5 und gehört zum Gut Lerbach.

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Milchautomat

9 Comments to Milchprodukte

  1. Trisha schreibt:

    leider gibts laktosefreie milch nirgends in flaschen

  2. Anka schreibt:

    So ein Milchautomat ist ja cool, hatte ich noch nie von gehört. Leider muss ich gluten- und laktosefrei essen und bin schon begeistert, dass ich bei meinem Drogeriemarkt um die Ecke laktosefreie Bio-Milch im Tetra-Pak bekomme. Sojaprodukte schmecken mir nicht und Kokosmilch, die man als Ersatz gut nehmen könnte, kommt immer in Dosen, die ja umwelttechnisch auch nicht so der Renner sind. Ich fühle mich da in meinen Müllvermeidungs-Bemühungen etwas ausgebremst.

    • Olga schreibt:

      Ja, das kenne ich. Ich würde auch lieber mehr Sojamilch als Kuhmilch trinken, aber die gibt es ebenfalls nur im Tetrapack. Es wird Zeit das der Einzelhandel der Entwicklung mal hinterher kommt.

  3. Valentina schreibt:

    Wer viel Joghurt isst, sollte vielleicht über die Anschaffung eines Joghurt-Makers nachdenken. Die gibt es in den unterschiedlichsten Varianten und wenn man Milch zu Hause hat, kann man immer frischen Joghurt ohne Zusatzstoffe herstellen (braucht natürlich etwas Vorlaufzeit 🙂 ). Einfach Milch mit einem Joghurt mischen oder Joghurtstarterkulturen beifügen, in die Gläser füllen und mehrere Stunden im Joghurt-Maker erwärmen. Unser Joghurt-Maker hat sieben Schraubgläser, in denen der Joghurt dann portioniert hergestellt werden kann. Wenn man den Joghurt aber mitnehmen will, ist es sinnvoll, ihn in richtige Schraubgläser umzufüllen, da die mitgelieferten nicht so dicht sind. Unser Joghurt-Maker verbraucht zwar Strom, da wir aber reinen Biostrom beziehen und die Fahrerei zum Geschäft weniger ist, rechnet es sich schon. Es gibt wohl auch Joghurt-Maker, die ohne Strom funktionieren, die habe ich aber nicht ausprobiert, da die Bewertungen zu unterschiedlich ausgefallen waren.

    • Olga schreibt:

      Ob du nun Milch oder Joghurt kaufst, macht aber doch eigentlich keinen Unterschied, oder? Und wo bekommst du die Joghurtkulturen her? Ich habe sie bisher nur in solchen kleinen, unangenehm verpackten Beutelchen gesehen. Braucht man die jedes Mal, oder kann sich der Joghurt auch untereinander vermehren?

      • Valentina schreibt:

        Mir persönlich schmeckt der Selbstgemachte besser, weil er nicht so säuerlich ist. Ich habe vorher nämlich überhaupt keinen Naturjoghurt gegessen (fand ich gräßlich), aber der hier ist echt angenehm. Aber das ist eben Geschmackssache. Da bei uns pro Tag mindestens zwei Gläser/früher Becher Joghurt über den Tisch gehen, macht es schon einen Unterschied, ob ich einen Liter Milch in der Flasche kaufe und 2/3 Tage weit damit komme (joghurtmäßig betrachtet) oder ob ich Joghurt einzeln kaufen muss und dann vielleicht nicht so viel über die Inhaltsstoffe weiß. Haltbare Milch habe ich immer zu Hause, also kann ich immer Joghurt machen und muss deswegen nicht extra ins Geschäft. Wir haben uns auch einen Satz Ersatzgläser gekauft (was in allen Kommentaren als sehr sinnvoll erachtet wurde und dem ich nur voll zustimmen kann), damit wir den nächsten schon ansetzen können, auch wenn noch Joghurt im Kühlschrank ist. Den Joghurt kann man mehrfach untereinander vermehren (1 selbstgemachtes Glas auf 1 Liter Milch), aber nach ein paar Mal braucht man doch „frische“ Kulturen. Ich habe welche in kleinen Glasfläschen gekauft (im Internet als 3er Pack bestellt), weil mir die Tüten auch suspekt waren. Wahrscheinlich werde ich die aber nie aufbrauchen können, da man immer nur eine Messerspitze davon benötigt und dann mit dem fertigen Joghurt ja wieder ein paar Mal so ansetzen kann. Wie gesagt, für uns hat sich die Anschaffung echt gelohnt, aber das kommt immer auf das eigene Joghurtessverhalten an. Wenn man nur alle Schaltjahre einen Joghurt ist, nun ja, dann würde ich ihn auch eher im Geschäft kaufen 😉

        • Olga schreibt:

          Ja, man muss immer die passende Lösung für sich selbst finden. Wir kaufen halt sowohl Milch als auch Joghurt aus Pfandflaschen. Wir müssen aber auch nicht weit fahren, da der Bioladen nur ein paar Straßen entfernt liegt. Wir haben uns allerdings auch schon gefragt, was wir machen würden, wenn wir mal aufs Land ziehen sollten und nicht gerade den Biobauern um die Ecke haben..

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