Multifunktionstool – Bananenblatt

Veröffentlicht am: 12. März 2014 |

Bananenblätter

Komisch, dass die Thailänder so riesige Müllproduzenten sind, da sie die Lösung für jedes zweite Problem eigentlich schon gefunden haben. Das Bananenblatt ist ein echtes Multifunktionswerkzeug. Darin kann nicht nur so ziemlich jede halbwegs feste Speise eingepackt und transportiert werden. Auch bei der Zubereitung stellen sich die großen, stabilen Blätter als äußerst nützlich heraus. Und das wollten auch wir mal ausprobieren.

In dem beschaulichen Küstenort Prachuap Khirin Kahn hat es mir und ein paar unheimlich tollen Reisebekanntschaften so gut gefallen, dass wir gleich eine ganze Woche geblieben sind. Im Guesthouse gab es sowohl eine Küche, als auch einen Grill und da dieses Örtchen bekannt ist, für seinen frischen und günstigen Fisch, haben wir unsere Chance genutzt. Auf dem Markt haben wir Fisch, Meeresfrüchte Kartoffeln, Gemüse und Salat eingekauft und den Grillabend vorbereitet.

Gefuellter Fisch

Gefüllter Grillfisch

Bei der Frage der Zubereitung taten sich dann aber die ersten Schwierigkeiten auf. Wie grillen wir den Fisch und die Meeresfrüchte denn nun? Mit großer Freude durfte ich feststellen wie viel Rücksicht auf meine Aversion gegen Alufolie genommen wurde. Aus meiner Schnapsidee, die Fische in Bananenblätter zu wickeln wurde die Challange des Tages. Jon hat die Bananenblätter besorgt, ich habe mich an der Wickeltechnik probiert und Daniel hat die Zahnstocher als Befestigungsmittel aufgetrieben.

 

  Bananenblat

Bananenblattpakete

Für die Tintenfische haben wir uns ebenfalls an den traditionellen Techniken der Thais orientiert. Die Thais sind nämlich äußerst gute Grillmaster. An jeder Straßenecke steht mindestens ein tragbarer Grill, der unterschiedlichste Formen von Grillgut anbietet. Dabei wird das Grillgut entweder aufgespießt, oder zwischen zwei Stöcken zusammengehalten. Wir haben uns für die Spießvariante entschieden. Rainer hat also Stöcke präperiert und die Tintenfische aufgespießt. Bei den Kartoffeln gingen uns dann langsam die Ideen aus. So haben wir sie zur Sicherheit vorgekocht und im ganzen auf den Grill gelegt, um noch etwas Grillaroma einzusammeln.
Jetzt heißt es nur noch, alles vor den hunrigen Katzen retten, die sich in lebensmüden Manövern auf den Grill zu stürzen beginnen.

grill

Der Grill

Alles in allem hat es äußerst deliziös geschmeckt, nur die Pilze haben nicht ganz die gewünschte Konsistenz entwickelt.

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