Ich bin schwanger

Veröffentlicht am: 26. Februar 2016 |

Die Nachricht ist nicht mehr ganz so neu, das geht jetzt schon sechs Monate so. Wir haben zwar schon drei Kinder im Haushalt, es ist aber mein erstes Kind. Und während wir bei unseren drei Halbwüchsigen mit unserem neuen Lebensstil nicht wirklich punkten können, so haben wir mit dem neuen Kind die Chance unsere Ideale von Anfang an unter zu bringen. Wie erfolgreich wir damit sind, könnt ihr hier mit verfolgen.

Ein neuer Kleiderschrank?

Bis es soweit ist kommen aber die gleichen Fragen auf uns zu, vor die jede Familie mit drohendem Nachwuchs steht. Was wird sich ändern? Was brauchen wir alles und wie verstaue ich diesen riesigen Bauch unter einer Schicht Kleidung. Letzteres ist das, was mich zur Zeit wohl am meisten beschäftigt. Meine Standardgarderobe ist eher eng geschnitten und so musste sie schon früh im Schrank verbleiben. Wie ihr euch sicher denken könnt, ist mir aber alles andere als danach, mich neu einzukleiden, nur weil ich neun Monate lang schwergewichtig bin (Ich habe mir fest vorgenommen, dass dieser Zustand nicht viel länger anhalten soll;-) ). Glücklicherweise ist die Auswahl an ehemals schwangeren Frauen um mich herum groß, so dass ich einige wichtige Stücke übernehmen konnte. Ein paar weite Blusen, ein paar Schwangerschaftshosen und tolle Still-BHs. Das ist doch das schöne an der Familienplanung. Bei Schwangerschaftsmode und bei Kinderkleidung ist die Fluktuation der Kleidung groß und ebenso die Bereitschaft, gebrauchte Kleidung anzunehmen und im Anschluss weiter zu geben. So wie man es sich eigentlich bei unserer gesamten Kleidung nur wünschen könnte. Weniger Besitzt und ab und zu mal was austauschen, wenn man frischen Wind braucht.

ZWL_Schwangerbauch_1000Das einzige was ich mir bisher selbst gekauft habe, sind drei Bauchbänder, die Ebay mir günstig und gebraucht zur Verfügung stellte. Wie ich feststellen durfte sind sie eine sehr praktische Erfindung. So ein Bauchband ist eigentlich nur ein Schlauch, in den der ganze dicke Bauch reinpasst. So kann ich meine alte Jeans vorerst weiter tragen, lasse den Knopf einfach auf und schiebe das Bauchband darüber. Eine Etage tiefer habe ich das Band auch schon als Rock getragen. Dazu kommen die recht dehnbaren Strumpfhosen, von denen ich immer noch viel zu viele besitze. Diese wenigen Teile reichen mir eigentlich aus, da ich nicht mehr den Anspruch habe, jeden Tag etwas anderes anzuziehen. Solang der Bauch reinpasst, bin ich zufrieden.

Hormoneller Kaufrausch?

Ab und zu kommen mir Fragen in den Sinn, was wir uns sonst noch alles anschaffen sollten, da wir bald ein Baby bekommen. Wickelkommode? Wärmelampe für die Wickelkommode, geruchsdichter „Müll“-Eimer für die Mehrwegwindeln? Kinderwagen? Tragegestell? Kinderstuhl? Babybett? Stubenwagen? Wenn wir uns das alles anschaffen würden, müssten wir ein weiteres Zimmer anbauen. Denn wir haben tatsächlich kein Kinderzimmer für den Nachwuchs, die Wohnung ist voll. Zwei Kinderzimmer, ein Schlafzimmer und ein Arbeits- / Wohnzimmer. Deshalb bekommt das Kind also kein eigenes Bett, unser Bett ist groß genug.
Eine Wickelkommode werden wir ebenfalls nicht anschaffen. Wir haben aber Boden, Betten, sonstige Kommoden, Sofas und Tische. In meinem naiven Leichtsinn glaube ich, dass das ausreichen müsste, um ein Kind zu wickeln.
Ein Stubenwagen wäre wahrscheinlich praktisch. Nachdem ich in Südostasien gewesen bin, wo Babys und Kinder überall hin mitgenommen werden und sehr gerne in ganz einfachen Hängematten verstaut werden, möchte ich aber lieber eine Hängematte haben. Wenn ich mir überlege, wie wohl ich mich darin fühle, so kann es meinem Baby gar nicht anders gehen. Mein nächstes Projekt soll also lauten: Babyhängematte selber nähen!
Das nächste Thema ist der Kinderwagen. Puh, da habe ich eigentlich keinen Bock drauf! Braucht man wirklich einen Kinderwagen wenn es nur ein Kind ist? Vor meiner Schwangerschaft trug ich meinen halben Hausrat immer im Rucksack durch die Gegend, warum also nicht auch ein Baby. Es gibt Kulturen, da hängt das Baby den ganzen Tag bei der Mutter auf dem Rücken. Nirgendwo sonst schläft es doch so friedlich, wie ganz nah an Mamas oder Papas oder wessen Körper auch immer. Ein Tragetuch wird es also auf jeden Fall geben. Alleine schon, weil es so ungeheuer praktisch ist. Zig verschiedene Tragetechniken, ein Umhängebeutel, eine Decke auf der Wiese oder mit ein paar Knoten schon eine einfache Hängematte. So viel Flexibilität ist ganz mein Stil.

Ich muss zugeben. Ich habe keine Ahnung und ich gebe keine Garantie dafür, was letztendlich alles bei uns rumstehen wird. Es ist mein erstes Kind und ich kann nur spekulieren. Aber spekuliert doch mit mir! Was braucht es wirklich für so ein Baby und was ist eher überflüssig? Erzählt mir und allen andern was ihr für Erfahrungen gemacht habt.

Drei Monate Schwergewichtigkeit liegen noch vor mir. Bis dahin muss die Hängematte fertig sein.

69 Comments to Ich bin schwanger

  1. Julieta schreibt:

    Hey, ich hoffe das ich dir nichts neues erzähle da ich mir nicht alle kommentare durchgelesen habe, aber in China zb. wird kein Schnuller für ein baby/ kleinkind gekauft únd dort funktioniert es auch gut ohne (;
    Viel Erfolg!

  2. Carmen schreibt:

    Gratuliere zu deiner Schwangerschaft. Also was ich dir empfehlen kann ist mit Stoffwindeln zu wickeln, das habe ich auch gemacht und es war jetzt kein Mehraufwand die Windeln zu waschen. Auch Feuchttücher hatte ich keine, hatte immer eine Thermoskanne mit Wasser und Stofftücher bei mir. Auch meine Tochter 4 ist nicht unbedingt begeistert von meinem/unserem Lebensstil, natürlich mach ich auch mal Ausnahmen aber prinzipiell versteht sie warum wir so leben aber trotzdem ist es nicht immer einfach. Wünsch euch alles Gute. Lg

  3. D. schreibt:

    Auch ich gratuliere Dir! Mich würde mal interessieren, wie Du eigentlich überhaupt – zumindest theoretisch – zum Kinderkriegen stehst? Denn man könnte ja argumentieren, dass Kinderkriegen die schlimmste Verschwendung am Ressourcen & Belastung für die Umwelt ist. Versteh‘ mich bitte nicht falsch, ich habe selber Kinder. Aber eigentlich denke ich mir manchmal, dass man lieber keine produzieren sollte – rein sachlich gesehen. Gibt doch schon mehr als genug auf dem Planeten! 😉 Vielleicht schreibst Du ja mal was dazu. Beste Grüße, D.

    • Olga schreibt:

      Ich sehe das gar nicht so anders als du. In der Tat habe ich lange darüber nachgedacht, ob ich noch einen weiteren Menschen auf unseren überfüllten Planeten dazusetzten soll oder nicht lieber ein Kind adoptieren. Denn Kinder ohne Eltern gibt es ja auch zu genüge. Das Prozedere von Adoption und der nicht ganz so saubere „Kindermarkt“ haben mich allerdings abgeschreckt. Letztlich habe ich mich aus recht egoistischen Gründen für das Kinder kriegen entschieden, da ich immer Kinder haben wollte, so wie ich aus egoistischen Gründen auch manchmal Auto fahre und heiß dusche.
      Immerhin werden wir versuchen im Nachwuchs einen anderen Umgang mit unserer Welt einzupflanzen, als es unsere Gesellschaft im Moment so pflegt, und so die Zukunft umgestalten.

      • D. schreibt:

        Danke Dir für Deine Antwort. Finde ich gut. Ich denke, es gibt eigentlich keine „selbstlosen“ Gründe für das Kinderkriegen und ich habe trotzdem welche bekommen… Die meisten Menschen haben nun mal diesen inneren Drang, sich fortzupflanzen. Komisch eigentlich.
        Ich wünsche Dir viel Freude mit Deinem Kind! Es ist toll, dass es in seiner Erziehung etwas anderes erfahren wird als die meisten Kinder. Sicherlich wirst Du auch Rückschläge erfahren (Kinder sind zunächst mal alle Materialisten und wollen HABEN HABEN HABEN, und zwar am besten VIEL und noch besser MEHR), aber langfristig hast Du bestimmt Erfolg!

        • Olga schreibt:

          Ich finde es gar nicht so komisch. Rein evolutionär macht es ja schon Sinn, dass wir diesen Drang haben, sonst würde sich das ja keiner antun 😛
          Auf Rückschläge werde ich jetzt schon sehr gut vorbereitet, denn wir haben ja schon Gregors drei Kinder im Haushalt, die mit einem ganz anderen Gedankengut aufgewachsen sind und ganz und gar nicht immer unserer Meinung sind. Aber ich verspreche mir schon, dass es leichter wird, wenn man von Anfang an so aufwächst.

  4. Sara schreibt:

    Liebe Olga,

    zufällig fand ich gerade einen interessanten Beitrag zu Zero Waste und Babys:
    https://langsamerleben.wordpress.com/2016/04/22/unser-wickeltisch/

    Beste Grüße
    Sara

  5. Anna schreibt:

    Liebe Olga. Ich habe euch und euer Projekt bei Stern TV „kennengelernt „. Erstmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft.
    Ich finde es toll und faszinierend, wie ihr das Thema für euch und bei euch Zuhause umgesetzt habt. Ich persönlich versuche auch so wenig Müll wie möglich zu produzieren / hinterlassen und bin daher für jeden Tipp, jede Idee und jede Anregungen dankbar.
    Sollten wir mal Nachwuchs bekommen steht für mich auch fest aus Stoffwindeln und Windelfrei zu setzen!!
    Ich habe vor kurzem u.a. auf eine Menstruationstasse gewechselt und verwende zusätzlich und als Ersatz für Slipeinlagen zum wegwerfen Stoffslipeinlagen und – binden von kulmine. Die haben auch welche im Angebot für den Wochenfluss. In dieser Zeit soll man ja keine Menstruationstasse verwenden wie ich las…
    Bei kulmine wird zudem auch auf Nachhaltigkeit geachtet sowohl bei der Produktion (Made in Germany) als auch beim Versand (Umschläge aus recycelten Weltkarten etc) . Vielleicht wäre das noch eine Idee für euch bzw auch euren Laden!?
    Leider wohne ich ein wenig weit weg um regelmäßig bei euch im laden einzukaufen. Aber wenn ich mal in Köln sein sollte weiß ich wo ich auf jeden Fall hin muss!!
    Ich wünsche dir noch eine schöne und beschwerdefreie Schwangerschaft!!! Alles Gute Anna

    • Olga schreibt:

      Danke für den Sortimentsvorschlag. Binden haben wir ja bereits, aber das Büromaterial ist in der Tat noch ausbaufähig. Ich kenne die Briefumschläge aber, denn privat nutzen wir sie ebenfalls.

  6. Marina schreibt:

    Hallo,
    Ich bin ganz neu hier.hab gestern zufällig einen Fernsehbericht über diese Seite bei meinen Eltern gesehen.da ich bei mir in der Wohnung keinen Fernseh hab.
    Zum Thema.also meine Tochter ist 2 Jahre alt und ich habe auch mit Stoffwindeln angefangen.
    Mein Töchterchen hat mir dann aber mit Ca 6 Monaten nachts ganz klar gesagt dass ihr das nicht passt bzw sie hat gemeckert und gejammert trotzdessen dass sie bei mir im bett war -von Anfang an- und ich sie gestillt hab.
    Zufällig hab ich dann bei meiner Osteopathin ein Buch über schlafen gesehen -habs mir gekauft und da stand was über NaturVölker drinnen,die haben keine Windeln und brauchen auch keine,da ein jeder Mensch seine Bedürfnisse von Geburt an mitteilt auch kleine Babys tun das.ich hab ab dem ZeitPunkt die Windel nachts weggelassen und ab da an hat meine Maus friedlich geschlafen.immer wenn sie mich zum stillen geweckt hab hab ich sie gleichzeitig übers waschBecken gehalten, mit der Stimme das Geräusch bsss gemacht und das Wasser die ersten male laufen lassen.das hat wunderbar geklappt hab das dann auch in den Tag mit übernommen.ich hab sie dann regelmässi gefragt ob sie bsss machen möchte und das hat auch teils sehr gut geklappt.das kleine Problem war dass sie durch das Windeln tragen schon etwas abgestumpft war,was die Wahrnehmung über den eigenen Körper schon beeinträchtigt hat.also nachts war alles super,selten das was daneben ging.und ab einem Jahr und 3 Monaten hat sie mir immer gesagt wann sie kacki muss und seitdem nicht mehr als 5 mal daneben gegangen faszinierend.mit dem bissi hats bissi länger gedauert dann so mit ein einhalb das sie mir gesagt hat wann sie muss.ich hab aber schon paar Eltern jetzt getroffen die dieses Windelfrei von Anfang an machen und das klappt super.als Eltern braucht man dafür Zeit Geduld und ein wenig beobachten können,damit man weiß welcher Signal das baby gibt wenn es muss.wenn dich das interessiert im Internet YouTube oder so mal paar Videos anschaun und das sensationell positive dabei,das macht absolut keinen Müll;-)nur vllt an manchen Tagen etwas Wäsche.ich hab meine Maus auch breifrei aufwachsen lassen.brei ist ausgekocht,Tod an Vitaminen und voll mit Zucker.hab ihr ab nem halben Jahr nebenbei so GemüseSticks zum lutschen also Geschmack kennen lernen gegeben aber auch Zitrone zum lutschen,weils sie es unbedingt wollte.ich trink auch öfters Zitronen Wasser zum Frühstück vllt schmeckt die MutterMilch dann auch bisschen danach,auf alle Fälle liebt sie Zitrone und Zitronensaft bis Zitronenwasser.mit Obst hab ich sehr spät angefangen da es heutzutage nicht mehr viel hat soweit man es im laden kauft außer viel Fruchtzucker.Gemüse isst sie auf alle Fälle sehr gern angedünstet etwas lieber als roh aber sie isst beides,viele Eltern sagen,mein Kind isst kein Gemüse,ich glaub so wie die Eltern Essen bzw es einführen so EsSen dann auch die kleinen.zur Aufklärung vllt,ich lebe seit fast 2 Jahren low carb aber nicht ganz krass mit den 50 g Kohlenhydraten das haut nicht hin da ich ja noch stille.und außerdem bin ich zu sehr naschkatze:-D
    Also ich esse keine nudeln Kartoffeln,kein normales Brot aus Mehl…da ich eh gluten ganz schlecht vertrage…backe mir immer selber eiweißBrot und ersetze auch beim backen alles mit nussmehlen.
    Jetzt hör ich auf…hab ja schon nen halben Roman geschrieben …hoffe ich hab etwas Inspiration mitgebracht

    • Olga schreibt:

      Inspiration auf jeden Fall. Interessant, wie bei dir das windelfrei anscheinend ganz nebenbei aus sich selbst heraus entstand. Ich möchte es auf jeden Fall probieren. Ich finde es so faszinierend.
      Auch die Sache mit dem Brei höre ich immer öfter. Wann wurde der Babybrei eigentlich erfunden? Als Herr Hipp zufällig Geld brauchte? keine Ahnung, aber es scheint kein notwendiger Bestandteil des Babylebens sein zu müssen. Das finde ich beruhigend.

  7. Karolin schreibt:

    Hallo,

    es gab ja schon einige Tipps, ich habe irgendwann aufgehört zu lesen und gebe einfach mal meinen Tipp ab (vielleicht wurde er schon erwähnt..)
    Stoffwindeln und nebenbei abhalten – ich habe bei 2 meiner 3 Jungs abgehalten und hatte somit fast nur „Pullerwindeln“ die man normal waschen kann (ich benutze nicht diese ultramodernen Stoffwindeln, sondern stinknormale viereckige Mullwindeln, die ich nur als Steg falte und Überhose (ich habe eine von Imse Vimse, es geht auch aus Wolle) drüber – fertig! Mein Jüngster konnte sogar die ersten Wochen überwiegend untenrum nackig „rumliegen“ (Sommerkind ) dadurch, dass ich ständig in seiner Nähe war, konnte ich rechtzeitig abhalten.

    So nun noch ein Satz zum Schluss: “ Wer Rechtschreibefehler findet darf sie behalten“ 😉

    • Olga Kroll schreibt:

      😀 Meine Rechtschreibfehler darf auch gerne jeder behalten.

      Abhalten möchte ich auch. Die Vorstellung finde ich faszinierend. Ein paar Windeln braucht man aber eh (ich zumindest) und da bin ich gerade dabei die ganzen Windelsysteme zu verstehen. Gefühlsmäßig tendiere ich ja auch immer zu einfach. Aber ob ich mir damit eine Freude mache, weiß ich natürlich (noch) nicht.

  8. Ellen Spiegel schreibt:

    Liebe Olga,

    Ich habe keine Ahnung, wie weit Du mit all den Tipps noch Deinen Instinkten folgen kannst 😉

    Meine drei Kinder sind in Köln ohne Kinderwagen groß geworden. Sie sind heute erwachsen (der jüngste ist 18). Ich war wohl früher schon eine Hardlinerin – Plastikfrei und am besten Tierfrei war mein Anspruch. Und natürlich in erster Linie „natürlich“ – was auch immer die verschiedensten Menschen darunter verstehen.

    Für mich war (und ist) ein Kinderwagen ein Horror. Dieses Ablegen in einen Wagen finde ich furchtbar anstrengen dzu beobachten, abgesehen von diesen meiner Meinung nach umständlichen Geschossen, die absolut umweltschädigend produziert sind. Im Gegenteil dazu hat ein Kind (und ich als Mutter auch) viele viele viele Vorteile, wenn man es auf dem Rücken trägt, Lieber den Einkauf in einen Handwagen und das Kind auf dem Rücken als umegehrt, war meine Devise. Die entwicklungstechnischen Vorteile vom Tragen sind nicht von der Hand zu weisen (psychisch,emotional, mental, physiologisch, insgesamt gesundheitlich) und außerdem ist die Hektik in der Stadt besser mit dem Rhythmus der Mutter auf dem Rücken zu meistern als aus dem Blickwinkel des Wagens mit den tiefer schwirrenden Abgsasen – aber das muss jeder selbst wissen. Ein Baby, was sich noch nicht viel dreht, sondern hauptsächlich erstaunt schaut und mit dem Erkunden von Händen und Füßen zugange ist, lag bei mir anfangs auf dem Tisch, wenn ich dran saß und etwas gearbeitet habe sogar im Café, wenn nicht auf dem Schoß), wenn es nicht schlafen und auch nicht auf den Rücken musste – oder zu Hause auf dem Boden, wo ich es mir dann auch eher gemütllich gemacht habe – Hausarbeit war manchmal auch mit Kinde auf dem Rücken nötig… es gibt viel, was anders, für mich aber besser ist als Kinderwagen und Kinderbett. Und nicht, dass ich immer mit meinen Kindern zusammen war, ich war sehr jung, bin tanzen gegangen, ausgegangen, das musste sein. (Ich war 23 beim ersten Kind.)

    Stillen ist immer besser. Es dauert auch am Anfang ein paar Tage oder auch eine Woche, bis es gut funktioniert. Daher haben Kinder etwas Speck auf den Rippen, wenn sie geboren werden, das Gewicht kann auch in den ersten Tagen etwas runter gehen, ohne Alarmstufe und zufüttern. Nicht aus der Ruhe bringen lassen. Eine Waage habe ich nie gebraucht. In den ersten 10 Tagen kann eine Hebamme vorbei kommen, danach kann man immer eine Hebamme anrufen und um Rat fragen, hol Dir erfahrene Mütter, die Dir gut tun und Dich unterstützen, zur Hilfe. Es gibt außerdem die U-Untersuchungen, die anfangs ja auch regelmäßig sind.

    Popocreme habe ich nie verwendet. Trocken ist wichtig. Wenn der Po durch eine ruhige Nacht mir mehr Schlaf als erwartet doch mal wund wird, habe ich Kartoffelstärke (in eine Puderdose gefüllt) verwendet (alter Hebammentrick). War bestens. Und klar: Viel Luft. Eine warme Decke und Molltondecke (für den Fall, dass auch mal unerwartete Pippi kommt) auf dem Teppich, und so oft wie möglich mit freiem Popo ist nach meiner Erfahrung das Beste. Wenn Du regelmäßig in Abständen stillst, dann weißt Du auch, wann der Stuhlgang danach losgeht und anschießend ist erst mal Pause mit den Exkrementen.

    Falls Du noch mehr „andere“ Tipps brauchst, oder sogar Hilfe, ich hab grad Zeit (beginne einen neuen Lebensabschnitt mit viel Zeit…) und kann gern mal in den Laden kommen und helfen.

    Ganz liebe Grüße und viel Freude!! <3

    Ellen

    • Olga Kroll schreibt:

      Vielen Dank für deine ausführliche Beschreibung. Du scheint es genau so gemacht zu haben, wie ich es mir in meiner Unerfahrenheit vorstelle und wünsche. Das gibt mir Mut, dass es keine Spinnerei ist, sondern wirklich möglich.
      Die Kartoffelstärke ist ein Super Tipp.
      Und das mit dem Laden nehmen wir gerne an! 🙂

  9. Irene schreibt:

    Hallo Olga! Bin gerade „zufällig“ auf deine Seite gekommen. Herzlichen Glückwunsch zum Baby! Ich hsbe mittlerweile drei Kinder und die Kleinste ist nun fast sechs Monate. Wir haben mit jedem weiteren Kind weniger gebraucht. So hat der erste ein Kinderbettchen gehabt, die mittlere schlief im Beistellbett und die Kleinste von Anfang an bei uns im Bett. Das Beistellbett wird diesmal nur als Ablageplatz am Bett und als Schutz vom Runterfallen benutzt, damit ich die Kleine auch am Bettrand hinlegen kann und nicht nur in dir Mitte. Mache ich je nachdem azf welcher Seite ich zuletzt gestillt habe. Einen Kinderwagen nutzen wir nicht. Habe sie den ganzen Winter im Tragetuch getragen mit einer Tragejacke, die man auch ohne Babyeinsatz als normale Jacke tragen kann. Einen Wickeltisch haben wir diesmal auch nicht gebraucht. Gewickelt wird überall und am Anfang oft auf dem Schoss, so hatte die auch beim Wickeln Körperkontakt. Das ist für die kleinen ganz wichtig, damit sie das Urvertrauen aufbauen können. Hatte meine Tochter in den ersten zwei Monaten immer im Tragetuch ausser beim Stillen. Habe in der Schwangerschaft das Buch von Jean Liedloff „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“ gelesen. Sie beschreibt wie es ein indianischer Stamm in Südamerika macht. Sie tragen die Babys ständig bei sich bis sie krabbeln können, dafür sind die Kinder danach um so selbständiger.
    So, wünsche dir und deiner Familie alles gute! Viel Freude mit dem Baby!

  10. frohzuseinbedarfeswenig schreibt:

    Wenn ich nochmals von vorne mit dem Kinderkiregen anfangen könnte….
    würde ich mir ganz viele Dinge erst dann zulegen, wenn ich im Alltag merke, dass dieses konkrete Baby und ich es tatsächlich brauchen. Ich hab zum Beispiel nie je auch nur eine einzige Stilleinlage gebraucht. Das merkt frau ja, wenn sie’s braucht und kann dann immer noch welche besorgen . Aber vielleicht braucht sie’s ja gar nicht.
    Überhaupt die Stillerei…: homo sapiens ist ein SÄUGEtier, also bestens dafür eingerichtet ohne Pumpe die Jungen groß zu kriegen. Wenn es dann jeeee mal doch nicht gehen sollte, ist schnell eine Pumpe besorgt.
    Babypopo Eincremen muss beim Säugetier auch nicht sein.. Wenn immer schön mit Wasser abgespült und trockenfrottiert wird passiert mit Stoffwindeln nichts Schlimmes. Erst wenn man mit der Schmiererei anfängt, geht der Teufelskreis los. Viel Luft an den Hintern kommen lassen (windelfrei) ist der beste Schutz vor Wundwerden.
    Summa sumarum: nicht meinen, es müsse alles im Vorab schon vorhanden angeschafft sein. Erst sehen, welcher Bedarf tatsächlich entsteht. Und bis dahin einfach vertrauen, dass der Überlebenstrieb von Baby und Mama groß genug ist. Wir leben ja in der Zivilisation, und die wirklich nötigen Dinge sind ruckzuck besorgt.
    Puh, hoffentlich wird dir nicht schwindlig bei soviel wohlmeinenden Ratschlägen.
    Keep it simple and YOUR OWN way.

    • Olga schreibt:

      Danke für die Erinnerung: Stillen ist natürlich und sollte erst mal jeder können, selbst wenn es erst nicht richtig klappen will, immer wieder probieren. Gesegnet sind die Frauen, mit einer guten unterstützenden Hebamme!
      Danke für den Babypopo Kommentar. Die Frage kam bei mir auch schon auf, ob die Natur hier wirklich die Notwendigkeit des Eincremens vorgesehen hat. Ich werde es mit erst mal Weglassen und viel Luft probieren.

  11. Anja schreibt:

    Auch von mir einen herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft.
    Ich habe meine Vier Ende der Siebziger und in den Achtziger Jahren bekommen, entspreche also in Bezug auf Schwangerschaft etc nicht mehr deiner Zielgruppe.
    Statt Wegwerfwindeln habe ich damals auch Stoffwindeln genommen. Über die Stoffwindel kam ein selbstgestricktes Höschen aus naturbelassener Schafwolle. Die Höschen nahmen Feuchtigkeit und Geruch auf, hielten die Wärme und waren selbstreinigend (meistens ?). Der Bund war ziemlich breit und durch die Rippenstrickweise elastisch, also kein einengendes Bündchen. Ich fand das damals super und kann das nur empfehlen.
    Genieß‘ die Zeit!

    • Olga schreibt:

      Danke!
      Ich finde es toll zu hören, dass so viele bereits mit Stoff wickelten, bevor es die modernen heutigen Hightech-Stoffwindeln gab. Auch mein Po wurde noch mit den ganz einfachen Mullwindeln gewickelt… Damals ging es schon und es wird immer einfacher.

  12. Manuela schreibt:

    Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft. Ich finde deine Überlegungen toll und wünsche dir, dass alles so funktioniert, wie du es dir vorstellst. Wirst du mit Stoff wickeln? Ich habe einen Sohn, der Ende Monat 1.5 Jahre alt wird. Ich möchte ihn auf Stoffwindeln umstellen. Die Menge an Abfall, die Wegwerfwindeln produzieren, stimmt nicht mehr mit meinem Lebensstil überein.

    • Olga Kroll schreibt:

      Danke 🙂
      Stoff und Windelfrei ist der Plan. Zumindest ersteres sollte uns gelingen und mit den modernen Windelsystemen ist das ja auch gar nicht mehr so schwer, was man so hört.

  13. Verena schreibt:

    Olga!

    Kleine Handpumpe aus Glas kriegst du von mir! Stilleinlagen hab ich dir glaub ich schon in dem Karton mitgebracht. Zumindest ein paar…

    Und ich kann auch eine Liste empfehlen. Ich hab da auch immer durchgestrichen, was ich doch nicht brauche. Und grundsätzlich am besten abwarten, bis der Wunsch nach etwas aufkommt. Dann nochmal 2 Wochen warten, und vieles hat sich erledigt. Wir haben bei Hugo teilweise ganz andere Dinge gebraucht als bei Kasimir. Und umgekehrt.

    Lg, Verena

    • Olga schreibt:

      Verena! 🙂
      Das unterstützt ja die These, dass es eigentlich die Kinder sind, die entscheiden, was man braucht.
      Danke für die Pumpe, aber wir haben tatsächlich schon eine vermacht bekommen. Ich wollte sie erst weggeben (manchmal bin ich etwas vorschnell :-P) Aber Gregor hat mich im letzten Moment gebremst..

  14. Susa schreibt:

    Auch von mir herzlichen Glückwunsch! Eigentlich bin ich hier eher stille Leserin, aber bei dem Thema kann ich mich auch nicht zurückhalte. Vor ein paar Tagen kam eine Doku im Fernsehen, in der berechnet wurde, was ein Baby im ersten Lebensjahr durchschnittlich kostet. 800€ alleine die Drogerieartikel. Da war sogar mein stoffwindelskeptischer Mann schwer beeindruckt. Windeln, Feuchttücher, Pflegeprodukte, Breigläschen brauchen wir einfach nicht. Und seit wir mit 12 Wochen auf Stoffis umgestiegen sind, brauchten wir nicht einmal mehr teure Wundschutzcreme.
    Und zum Kinderwagen: Unser Kleiner hat die ersten drei Monate darin nur geschrien. Ein gutes Tragetuch und jemand, der dir zeigt, wie man es bindet, reicht fürs erste. Weitere Tragehilfen würde ich nur noch nach direkter Anprobe mit Baby kaufen, da spart man sich eher einen Fehlkauf. Und wollt ihr doch noch einen Kinderwagen, ist der gebraucht auch schnell organisiert. Auf neue muss man teilweise zwölf Wochen warten, deshalb kaufen ihn viele so früh.
    Ich wünsche dir alles gute für die letzten Wochen!

    • Olga schreibt:

      800 € an Einwegmaterialien! Und da sagt noch mal einer Zero Waste wäre teuer.
      Anprobe mit Baby finde ich auch gut. Ich höre hier immer wieder raus, dass nicht die Mama entscheidet ob Kinderwagen oder Tragetuch, sondern das Kind.

  15. Caro schreibt:

    Hallo Olga,
    Tolle Seite!!! Und tolle Neuigkeiten!!!
    Ich bin zweifache Mama (3 Jahre und 10 Monate) — was man wirklich braucht sieht man erst, wenn die Kinder da sind!
    Wir wollten beim ersten so wenig wie möglich, nicht aus zerowaste-gründen, sondern, weil wir auf 40qm gewohnt haben. Zum schlafen hatten wir ein gebrauchtes Babybett, nicht so ein babybay-Dings, ein richtiges Babybett direkt neben unserem, ohne Gitter dazwischen. Da schläft der Größe immernoch drin. Zudem haben wir eine nonomo babyhängematte, die war teurer als alles andere zusammen :o) aber Gold wert, denn beide haben das schlafen nicht erfunden und lieben es eng und kuschelig! Und sie ersetzt jedes sperrige reisebett!!!
    Tragetuch!!! Kinderwagen ist ab einem gewissen Gewicht bestimmt auch gut, aber es geht auch ein fahrradanhänger mit einer babyhängematte drin, gibts auch alles gebraucht! Und da passen problemlos zwei Kinder plus Einkauf rein!
    Stoffwindeln–wurden auch in der Krippe benutzt! Waschlappen statt feuchttücher!
    Stilleinlagen brauchte ich nie…obwohl ich den großen 22 Monate gestillt habe und den kleinen auch noch etwas stillen werde…
    Für eine unserer Kommoden habe ich einen schönen wickelaufsatz gebaut, Materialkosten 10€, da liegt ein dickes Handtuch drauf, und ein mobile aus Stöcken und bunten Papierkreisen hängt oben drüber.
    Klamotten gibt es geliehen oder secondhand :o)

    Ansonsten…alles gute und viel Spaß!!!
    Genießt es!

    • Olga Kroll schreibt:

      Danke 🙂
      Du scheinst es ähnlich zu nehmen wie ich. Die Hängematte im Fahrradanhänger finde ich toll. Ich liebe Hängematten! Die Hängematte von Monomo habe ich auch schon gefunden und mich gefragt, ob ich so etwas selber nähen kann. Ich habe noch einen idealen dicken Stoff hier rumliegen.

  16. Silja schreibt:

    Ich wollte nur noch etwas zum sehr beliebten STOKKE-Kindersitz sagen. Ich kenne so viele, deren Kinder bis hoch zur Lehne geklettert sind, sich draufgesetzt haben (allerdings meistens Jungs) und dann hintenüber mit dem Kopf auf dem Boden gelandet sind, dass ich nur von diesem Stuhl abraten kann. Viele Grüße, Silja

    • Fussel schreibt:

      Na ja, das Raufsetzen auf die Lehne und dann Runterfallen ist bei jedem anderen Kinderstuhl eigentlich auch möglich.
      Wenn man nicht will, dass die Kinder bei Stokke oder den anderen TrippTrapp-Varianten selber reinklettern, muß man die unteren Stufen halt rausmachen. Andererseits möchte man ja, daß die Kinder selbst Dinge tun (können), damit sie sich selbständig entwickeln. Da hilft nur, erst mal aufzupassen und dann anzutrainieren, dass sich nicht auf die Lehne gesetzt wird.
      Kinder klettern auch an Regalen hoch oder auf Tische, von denen sie dann runterfallen – sollen wir deshalb alle Möbel abschaffen? Absolute komplette Sicherheit geht eben nicht.

  17. Sarah schreibt:

    Liebe Olga,
    erstmal herzlichen Glückwunsch – beim Zero Waste Treffen am Samstag hatte ich es gar nicht richtig kapiert! Da hast du ja noch 4 spannende Monate vor dir! Da ich ja auch im Augenblick schwanger bin und auch weiterhin müllfrei leben möchte, kann ich deine Ideen gut verstehen. Wir haben im Übrigen auch kein eigenes Kinderzimmer, sondern das Baby wird bei uns im Schlafzimmer schlafen in einem Beistellbettchen, das mir eine Kollegin geliehen hat.
    Meine Frauenärztin riet mir davon ab, das Baby im 1. Lebensjahr im Elternbett komplett mitschlafen zu lassen, da es wohl ein gewisses Risiko an Überhitzung gibt… ob das stimmt, weiß ich nicht. Jedenfalls wird unser kleines Mädchen jetzt rechts von mir im Bettchen auf gleicher Höhe schlafen und wenn ich stillen muss, zieh ich sie mir einfach rüber. Statt einer Wickelkommode haben wir für eine Kommode, die wir schon haben, aus 4 Brettern einen Aufsatz gebaut. In Punkto Wickeln werde ich auch mit Stoffwindeln wickeln. Die Hebamme meinte, es sei sehr praktisch, wenn ich mir morgens eine Thermoskanne warmes Wasser an den Wickelplatz stelle, so dass ich den ganzen Tag über warmes Wasser habe zum Waschen. Ist sicher ganz sinnvoll im Wochenbett, wenn man sowieso noch nicht so fit ist.
    Was die Schwangerschaftskleidung angeht, so habe ich im Übrigen noch 2 Oberteile, die ich dir gerne für den Sommer leihen kann, da ich sie in 4 Wochen nicht mehr benötige. Sind sehr sommerlich und das eine ist ziemlich schick. 🙂
    Insgesamt kämpfe ich im Augenblick eher damit, sämtliche Menschen in meinem Umfeld höflich zurückzuweisen, weil ich echt mit Sachen überschüttet werde. Ich will ja niemandem auf den Fuß treten und freue mich ehrlich über die ganze Anteilnahme, aber es nimmt einfach Überhand. Soviele Strampler (allein ca. 50 Strampler in der ersten Größe!) will ich einfach nicht haben – wir haben gar keinen Platz dafür!
    Auch Spielsachen aus Plastik sind hoch im Kurs, wovon ich vieles einfach weitergegeben habe an soziale Einrichtungen oder Kaufhäuser. Ebenso Windelpakete, Schnuller oder Babyflaschen aus Kunststoff.
    Mein Partner und ich haben jetzt das Signal an Freunde und Familie gesendet, dass wir keine Dinge geschenkt bekommen möchten, sondern Gutscheine fürs 1. Lebensjahr – einen Ausflug in den Zoo, einen Zuschuss zum Babyschwimmen, Fenster putzen oder auch 3xBabysitten (damit wir auch nochmal was zu zweit unternehmen können). Mal schauen, ob das klappt.
    Jedenfalls wünsche ich dir noch eine gute Zeit und wenn du Lust auf einen Austausch hast, meld dich doch gerne! Wegen der Bestellliste schreib ich dir nochmal eine Email.
    Ganz liebe Grüße,
    Sarah

    • Olga Kroll schreibt:

      Hehe, man geht ja auch so ungerne mit seiner Schwangerschaft hausieren. Ich dachte mir, ich mache das jetzt einfach öffentlich, dann weiß jeder Bescheid und gut ist.
      Wir müssen auf auf jeden Fall vermeiden, dass man uns neue Sachen schenkt. Ich überlege schon lange an einer Strategie, wie man möglichst höflich seine Wünsche durchsetzten kann. Ich hoffe es wird uns von Vorteil sein, dass wir schon länger immer wieder deutlich machen, dass wir keine Geschenke haben wollen.
      Gute Alternativen für Schenkwillige sind wichtig. Da hast du ja schon einige genannt. Ich werde mal sammeln…

      Ach ja und die Sommeroberteile nehme ich natürlich gerne an, da bin ich noch etwas schlecht ausgestattet 😛

  18. Daisy schreibt:

    Gratuliere euch ganz herzlich. <3 🙂 Hmm… was wir alles überflüssiges hatten? Babybadewanne, Fläschchenwärmer, gefühlte 1000 Stofftiere (Geschenke), Cool Twister für richtig temp. Fläschchenwasser, Wickelunterlage aus kunststoffüberzogenem Schaumstoff, Popoputztücher, spez. Babypflegeprodukte, Gehschule, … da kommt so einiges zusammen. Aber was wir echt klasse fanden und immer noch finden…. Kumja Jackenerweiterung, Mutter-Kind-Schal (mamamotion.de), 2 kl. /2 große Purakiki Babyflaschen, Happy Nappy Schwimmwindel, Thermoskanne fürs Fläschchenwasser, Stoffwindeln/Trainingshöschen in allen Varianten, selbstgemachte Wickelkommode aus Holz auf der Waschmaschine (als Unterlage sind Decken/Moltonwindeln ausreichend), Baby-Jojo, Beistellbett, Gitterbett (Ikea Sniglar – kann zuerst mit etwas handwerkl. Geschick als Bestellbett-wir haben zu spät daran gedacht-, dann als normales Gitterbett verwendet werden und für später lassen sich mit etwas Gewalt die Stäbe rausdrehen), … sooo mehr fällt mir grad nicht ein. Aber eins stimmt… auch wenn man ganz bedacht drauf ist nicht zu viel zu kaufen, findet man "danach" immer noch was, was man nicht gebraucht hätte.

    • Olga schreibt:

      Eine Jackenerweiterung klingt gut. Kann man die in jede Jacke reinmachen? Der Mutterkindschal ist auch witzig, das kannte ich noch gar nicht.
      Aber eine sehr interessante Frage wirst du noch in den Raum: Wie bekommt man es hin, nicht mit 1000 Stofftieren beschenkt zu werden, die man nun wirklich nicht haben will?! Ein Thema dessen ich mich frühzeitig noch widmen werde …

  19. Gwyneth schreibt:

    Herzlichen Glückwunsch!
    Also Kinderwagen finde ich ein must have. Ich habe ihn auch als Stubenwagen benutzt und als Babybett.
    Wickelkommode wollte ich zunächst auch keine, mein Rücken aber nach einer Woche schon. Sie steht jetzt umgebaut im Flur. Falls du einen gebrauchten Kombiwagen möchtest, melde dich.

    • Olga Kroll schreibt:

      Das klingt schon verlockend – Kinderwagen, Babybett und Stubenwagen in einem! Bei Bedarf komme ich darauf zurück 🙂

  20. Jari schreibt:

    Hi Olga!
    Auch von mir herzlichen Glückwunsch! Eine Freundin von mir hat einen Kinderwagen gemietet. Die Laufzeit scheinen sehr flexibel zu sei .Das geht bei BabyOne am Butzweiler Hof. Vielleicht wäre das eine Option für Dich. Ich habe auch alles gebraucht gekauft oder mir geliehen. Ich hatte auch das größte Didymoos Tuch und es war sehr praktisch. Leider fand mein Sohn den Kinderwagen viel toller. Meine Eltern hatten mein altes Kinderbett aufbewahrt. Ich fand sehr schön, das mein Kleiner darin schlief. Und jetzt hat es meine Freundin und sie benutzt es auch nun schon für das zweite Kind. Da es bei mir mit dem Stillen nicht so gut geklappt hat, hatte ich die Avent Isis Milchpumpe (auch gebraucht ? gekauft) und ebenfalls weitervererbt. Was ich anders machen würde: die Babyflaschen von Emil die Flasche kaufen, weil die aus Glas sind und nicht aus Plastik. Einen Wickeltisch braucht man nicht wirklich. Ich hatte am Schluß immer eine abwaschbare Wickelunterlage benutzt und mich auf dem Boden ausgebreitet. Eine kleine Fleecedecke darunter war perfekt und jetzt dient mir diese als Sitzunterlage auf den kalten Spielplatz Sitzbänken. Einen Stubenwagen hatte ich nicht, ich hatte ihm immer ein Nest aus meinem Stillkissen gebaut und er lag auf einer Decke auf dem Boden. Alles Gute und liebe Grüße

    • Olga schreibt:

      Wow, Kinderwagen mieten klingt erst mal nach einer tollen Alternative, aber sind Kinderwaagen wirklich so teuer, dass es sich lohnt monatlich 40-50 Euro dafür auszugeben? Da kommt man wahrscheinlich besser weg, wenn man sich ein gebrauchtes Modell kauft oder?!

      • Fussel schreibt:

        Zum Teil werden heute wieder die großrädrigen Kinderwagen aus den 80er Jahren aufgearbeitet und verkauft. Die Dinger sind toll, weil
        – man mit den großen Rädern durch jeden Schlamm und Matsch oder im Sommer über sandige Wege gut vorankommt, ohne steckenzubleiben
        – das Kind nicht so durchgestuckert wird wie bei den kleinrädrigen Varianten
        – die Räder nicht so leicht blockieren oder kaputtgehen
        – das Kind auch mal bequem drin schlafen kann und nicht so auf halb acht hängt wie in den Buggys
        – man in dem Korb unten prima Einkäufe, Wickeltasche und sonstiges Gepäck verstauen kann.

        Also dicke Empfehlung für einen großrädrigen KiWa, egal ob nun aus den 80ern oder neuer 🙂

        • Julia schreibt:

          Hei,

          noch ein Kinderwagentipp 😉 vergleicht bei der Auswahl die Größe der Wannen/Körbe/Schalen in denen das Kind liegt, da gibt es große Längen- und Breitenunterschiede… Das sorgt für viel mehr Spaß, man ärgert sich nämlich, wenn der Kinderwagen nach 6 Monaten zu klein für das Baby geworden ist…!!!
          Ich wünsch euch ganz viel Spaß mit eurem kleinen Wonnepropper!

          Julia

  21. Emma schreibt:

    Hallo Olga!
    Na, hoppla! Die Meldung hat mich jetzt Überrascht ?
    Herzlichen Glückwunsch und eine tolle Schwangerschaft wünsche ich dir!!!
    Wie die meisten kann ich dir auch nur zum Kinderwagen raten. Wir haben auch ein Mai Kind und letztes Jahr im Sommer waren es 40 bei uns. Manchmal hab ich sie trotzdem in die trage genommen und ich glaube,?dass war zu viel des Guten! Sie war so rot und schlapp und die Atmung flach. Wer weiß, wenn ich sie nicht rechtzeitig raus geholt hätte, wäre sie vielleicht an Überhitzung gestorben…ich will nicht dramatisieren, aber das darf man auch nicht unterschätzen.
    Und ja, auch mal um den Rücken zu schonen und für Einkäufe fand ich den Kiwa sehr nützlich!
    Wickeltisch empfehle ich auch. Da ich stoffis mit windelfrei kombiniere, hat die Maus so oft den Wickeltisch eingenässt, weil ich sie nicht rechtzeitig abhalten konnte…und jedesmal Hinräumen, wegräumen….das nervt doch eh nur! ? Ich habe den ganz schmalen von Ikea ins Bad gestellt und finde, das war die allerbeste Lösung! Da ist es immer warm, frisches warmes Wasser. Hab sie mit einem windelvlies grob abgeputzt und dann gleich Unters Waschbecken gehalten und frisch gemacht. Auch super nach dem Baden eine Ablage zu haben
    Den Stokke Kindersitz will ich auch nicht missen! Ein Sling Tuch. Mulltücher ohne Ende! Zum wickeln/ als Lätzchen/ als Spucktuch/ zum Schmusen und in den andern Punkten gebe ich meinen Vorredenerinnen auch recht! Finde es aber echt toll, dass du so minimalistisch ran gehen willst! Ich bin eher der Typ, ich will vorbereitet sein und genieße auch das Shoppen. Hab aber auch fast alles gebraucht gekauft!
    Liebe Grüße und eine schöne Zeit!!!

    • Olga Kroll schreibt:

      🙂 Bei mir ist es genau anders herum. Ich bin ein absoluter Einkaufsmuffel geworden. Vielleicht auch gerade weil ich jede Kaufentscheidung erst so vielen ethischen Bewertungen unterziehe, dass es keinen Spaß mehr macht. So macht man sich schnell zum Minimalisten 😉
      Interessant, dass du windelfrei machst. Das wollen wir auch gerne einbauen. Stoffwindelen brauchen wir natürlich trotzdem, aber alleine dass es möglich ist, dass das Kind der signalisiert, wann es muss, finde ich sehr reizvoll.

  22. Verena schreibt:

    Hallo,
    ich bin auch Mutter von zwei Kindern und unser Kleiner ist jetzt 14 Monate alt. Um nicht zuviele Tipps zu geben, nur die Sachen, die ich unverzichtbar fand: Ich habe mir gebrauchte Wolle-Seide-Stilleinlagen bei Ebay gekauft (gibt es bei DM und weil sie teuer sind gebraucht zu haben) 5 Paar reichen völlig aus! Ich habe mir für den Anfang ein Tragetuch von Freunden geborgt (ca. 3 Monate) und hatte für später eine Babytrage (Ergo Babay gebraucht Ebaykleinanzeigen). Diese Babytragen sind meiner Meinung nach das Wichtigste- hast die Hände frei, kommst immer in Bus und Bahn und musst nichts binden. Kauft keinen Neugeboreneneinsatz- ist Schrott und die meisten Babys hassen es. Bei unserem ersten Kind hatten wir einen Kombikinderwagen, die sind praktisch. Aber irgendwie haben wir immer nur den Buggy benutzt und deshalb bei unserem zweiten einen guten Buggy gekauft.
    Tragetücher kann man oft in teureren Babyboutiquen ausleihen, genau wie Stubenwagen.
    Ich fand eine Babywippe super, weil meine Kinder beim Kochen in der Küche besser zuschauen konnten. Eine Decke tut es aber auch.

  23. Uteschnute schreibt:

    Allerherzlichste Glückwünsche zur Schwangerschaft! ?
    Ich persönlich liiiebbbbe Kinderbasare und Flohmärkte für Baby- und Kinderkleidung, die bei uns in fast jedem Kindergarten 2mal im Jahr stattfinden. Es ist dort sehr günstig, die Chemie wurde bereits weitestgehend aus den Fasern gewaschen und nach dem die Sachen nicht mehr passen, kannst du sie dort wieder verkaufen….
    Für mich der ideale Kreislauf und den Kindergärten kommt auch ein Teil des Verkaufs zugute…
    Babywaagen gibt’s auch in der APO zu leihen, Milchpumpen könnten sogar auf Rezept verordnet geliehen werden, wenn nötig…
    Herzliche Grüße und alles Gute weiterhin!
    Ute

    • Olga Kroll schreibt:

      Ist schon seltsam, dass man sich bei Babykleidung um ausgewaschene Chemie Gedanken machen muss. Was für eine Welt…
      Wofür braucht man eine Babywaage?

      • Fussel schreibt:

        Babywaage braucht man, um die Gewichtszunahme zu kontrollieren. Bei den meisten gesunden Babys reicht es aber, wenn das bei den regelmäßigen Untersuchungen bei Hebamme und dann Kinderarzt kontrolliert wird.
        Bei Kindern, wo es bei der Gewichtszunahme Probleme gibt, kann es dann schon mal besser sein zu kontrollieren, ob das Kind genug getrunken hat. Aber das halte ich eher für eine Ausnahme.

  24. Stefanie schreibt:

    Hallo liebe Olga und lieber Gregor,

    Herzlichen Glückwunsch Euch beiden!!
    Wir haben ja auch erst vor sieben Wochen unser drittes Kind bekommen und leben Zero Waste. In der Wartezeit habe ich aus einem alten Bezug und einem Handtuch (damit es besser saugt) Stilleinlagen genäht. Ca. 40 Stück und sie sind bei mir knapp. Das ist aber von Frau zu Frau unterschiedlich. Je nachdem wie viel Milch man hat und wie oft man wäscht und ob man einen Trockner nutzen will (ich nicht). Wegen Kinderwagen: wir haben immer noch den, den wir uns bei unserem ersten Kind angeschafft haben. Unser Drittes ist das erste, das ohne anhaltendes Geschrei drin bleibt. Die anderen habe ich getragen. Auch beim Einkaufen. Ein Tuch ist da super. Man kann es so wickeln, dass das Gewicht sich gut über den Rücken verteilt. Das ist auch im Altag prima gewesen, sonst wären mir oft die Arme abgefallen?. Die Kleinen können sich da auch leichter verstecken, wenn die Lichter zu grell sind oder die neugierigen Leute die antatschen wollen. Einen Stubenwagen hatten wir nie. Kein Platz und schlussendlich kein Bedarf. Sie lagen bei mir im Bett. Im Beistellbett haben sie immer geschrien, alle drei, so dass sie bei mir lagen. Das war für uns persönlich auch eine Fehlanschaffung. Als Unterlage für die Matratze, wenn die kleinen mal wieder Spucken oder etwas ausläuft, hatten wir zwei große Moltontücher. Die hielten das auf und sind waschbar. Als Schaukel habe ich mir einen Schaukelstuhl ausgeliehen. In dem kann ich auch bequem mit einer Stillschlange stillen. Und einen Wickeltisch hatte ich auch nicht. Beim ersten Kind habe ich einen Badewannenaufsatz gehabt. Der flog beim zweiten Kind raus, weil wir wirklich überall gewickelt haben. Selbstgenähte, waschbare Unterlage oder Handtuch drauf und los wird gewickelt. Eine Heizlampe hatten wir übrigens nicht. Dafür ein kleines Holzgestell, an das wir Sachen gehängt haben, damit das Baby mit ein paar Wochen spielen, beobachten und greifen konnte. Das muss man, wenn man kreativ ist, aber nicht kaufen.

    Liebe Grüße und alles Gute

    Stefanie

    • Olga Kroll schreibt:

      Cool, ihr habt es ja wirklich sehr spartanisch gut hinbekommen 🙂

      • Stefanie schreibt:

        Naja, war ja nicht alles so ganz freiwillig. Einige Sachen hatten wir ja angeschafft. Aber was ich damit sagen will ist: man kann es nicht wirklich planen. Die Kinder steuern mit ihren individuellen Bedürfnissen mit und der eigene Körper auch.

  25. Brigitte schreibt:

    Erstmal herzlichen Glückwunsch! Ich würde ebenfalls einen Kinderwagen empfehlen, denn man kann Einkäufe verstauen (ich hatte einen gebrauchten mit großen Rädern (da kommt man auch durch den größten Schnee gut durch) und einem Gitter unten wo man die Wickeltasche und die Spielsachen für den Spielplatz mitnehmen konnte nicht so Formeleinsgeschoße, die heute designt werden ohne viel Stauraum- sehen halt schicker aus. Ich hatte ständig Kreuzschmerzen wenn ich das Kind mit Babybörn getragen habe (beim Essen zubereiten oder so). Stubenwagen habe ich mir von einer Freundin ausgeliehen, fand ich in meiner speziellen Situation (7facher Oberschenkelbruch in der 22. Woche) super praktisch, so konnte ich das Kind von einem Raum zum anderen schieben. Noch ein Wort zur Hängematte, achte darauf, dass du / das Baby immer diagonal zur Webrichtung liegt, denn sonst hängt schnell der Rücken durch (ist für Erwachsene mit höherem Gewicht wirklich zu empfehlen) Ich kaufe auch heute noch (mein Sohn wird bald 11 Jahre) die meisten Klamotten, Bücher und Spielsachen auf den Flohmärkten und Basaren (jetzt ist grade wieder Saison). Ich hab z.B. nie Stilleinlagen gebraucht, denn mein großer Busen hat nichts freiwillig rausgerückt, da musste sich mein Sohn richtig anstrengen. Milchpumpe gibt ’s zum Ausleihen in der Apotheke war super schwierig, auch nach einer halben Stunde Qual kam nicht mehr als eine enttäuschend kleine Menge. Ich hab meinen Sohn bis 11 Monate gestillt, vor allem nachts fand ich das viel angenehmer, denn wir sind danach wieder eingeschlafen. In der Stillzeit möglichst helle Oberteile tragen, dann fällt es nicht so auf, wenn mal was von der Milch beim Baby wieder hochkommt 🙂

  26. Alina schreibt:

    Herzlichen Glückwunsch!!!!

    Ich will gar nicht so viel schreiben, wie meine Vorgänger, aber kann nur eins sagen: Während meiner Schwangerschaft war uns schon klar, dass es finanziell ganz und gar nicht rosig sein wird. Ich habe also sehr genau abgewägt, was wir benötigen und was nicht. 🙂 Statt zu kaufen habe ich also am PC eine riesige lange Liste geschrieben und die ersten 8 Monate immer wieder das rausgestrichen, bei dem ich nach längerem Überlegen sicher war, dass wir es eigentlich nicht brauchen. Und wir haben auch nur das bereits geholt, was wirklich zur Geburt im Haus sein musste. Dadurch war es sehr übersichtlich und wir haben nicht so viel unnötigen Kram im Schrank verstauben lassen. Selberbauen hat sich bei uns übrigens mit nichts gelohnt. Aber Ebay-Kleinanzeigen war das Beste, was uns passieren konnte! 🙂 Ein Gitterbettchen für 20 Euro, eine günstige Wiege fürs Elternzimmer und sogar neue Bettwäsche von Großeltern, deren Enkel nie bei ihnen übernachtet haben. Die Leute waren froh, dass die Dinge nochmal Besitzer gefunden haben und wir, dass wir das Nötigste hatten. 🙂 Den Bärenteil kann man auch noch besorgen, wenn das Kind da ist.

    Neu geholt haben wir nur ein Tragetuch (Hop-Tye) und den Kinderwagen. Aber auch nur, weil einfach noch ein paar Kinder dazukommen sollen. 🙂
    Dafür würde ich wohl nie wieder Wegwerf-Stilleinlagen holen. Ich musste sie eh gefühlt alle halbe Stunde wechseln, das lohnt sich kaum…

    Stoffwindeln hingegen mag ich auch beim nächsten Kind nicht haben…Wir waschen dafür einfach zu selten. Trotz 3 Personen im Haushalt…

    Herrje, jetzt habe ich ja doch so viel geschrieben. 😀 Genieß die Kugelzeit, sie geht viel zu schnell um!! 🙂

    • Olga Kroll schreibt:

      Vielen Dank.
      Ja ein Kinderwagen scheint die meisten doch überzeugt zu haben. Ich bin mal gespannt wie weit ich ohne komme 😛
      Über zu wenig Wäsche musst du dir bei Mehrwegwindeln glaube ich keine Gedanken machen. Ich glaube da kommst du besser weg, wenn du häufiger mal nicht ganz volle Waschmaschinen wäscht, als wenn du so einen riesigen Müllberg hinterlässt.

    • Fussel schreibt:

      Also bei Stoffwindeln bekommst Du in Nullkommanix eine Maschine voll. 5 Windeln am Tag, plus Moltontücher, dann noch die Spucktücher dazu, da braucht man nicht lange zu sammeln. Außerdem hast Du dann ja nicht nur Wäsche für drei Personen, sondern für vier :-).

  27. frohzuseinbedarfeswenig schreibt:

    Liebe Olga, ganz herzlichen Glückwunsch Euch beiden! Und lauter gute Wünsche!
    Wir haben unsre Kinder mit Stoffwindeln groß gekriegt. Und ich muss gestehen, dass ich die geruchsdichten Windeleimer schon sehr sehr gut gebrauchen konnte. Die dürfte es bei Kinderkleiderbazars o.ä. auch second hand geben. Und ich habe sie noch lange lange für viele andere Gelgenheiten benützt. Es sind ja fast unkaputtbare Eimer.
    Unser erstes Kind habe ich während eines mehrjährigen Afrikaaufenthalts bekommen und wie dort üblich auf dem Rücken herum getragen. Hierzulande mit dem zweiten Kind ging das in der warmen Jahreszeit auch ganz gut, aber im Winter mit Anorak und all den Kleidungsschichten des Babys fand ich es dann doch etwas schwierig. Da Euer Baby wohl in die warme Zeit hineingeboren wird, könntet Ihr es auch einfach mal erst drauf ankommen lassen, ob Ihr ohne Kinderwagen auskommt, und in einem halben Jahr ist dann vielleicht schon ein Buggy dran, so könntet Ihr das erste Stadium des Western-Life-Style überspringen.
    Wickeltisch haben wir uns selber gezimmert: einfach ein Aufbau auf die Waschmaschine (stand bei uns gleich neben dem Waschbecken im Bad – sehr praktisch!) aus Holz gezimmert. Leider habe ich kein Foto mehr. An drei Seiten – rechts, links, hinten – ein umlaufendes Holzbrett als Herunterfall-Schutz, Kanten gut abgeschmirgelt, Wir haben es auf unsre Körperhöhe zum Hantieren gefertigt, so war auch noch unter der Baby-Liegefläche Platz für ein Fach, in das wir einen flachen Korb als quasi-Schublade geschoben haben. Babys Kleidung und Windeln waren in einem Oberschrank über der Waschmaschine griffbereit. (Achtung: guuut in der Wand verankern!!!)
    Andere Tipps gerne auf Nachfrage – auch per E-Mail.
    Wir haben heute übrigens zum erstan Mal nach deiner Video-Anleitung Butter gemacht: zwei Sorten: Süßrahmbutter und Sauerrahmbutter. Die Buttermilch davon ist lecker! Danke!

    • Olga Kroll schreibt:

      Danke Danke 🙂
      Das mit dem Anorak im Winter kann ich mir vorstellen. Ich weiß jetzt schon kaum noch, wie ich meine Bauch in der Winterjacke verstauen soll. Eine Freundin hat sich eine spezielle Jacke gekauft, die man mit einem Einschub um eine Babygröße erweitern kann.
      Die Buttermilch liebe ich auch. Jam Jam

  28. Valentina schreibt:

    Na das sind ja schöne Neuigkeiten. Ich freue mich für euch. Kinder sind einfach das größte Geschenk, das es gibt.
    Nun mal zu dem, was ihr aus meiner Erfahrung braucht (2 Kinder).
    Fürs Wickeln wirst du wahrscheinlich Stoffwindeln benutzen (ich hätte da noch jede Menge :), falls du Interesse hast, melde dich einfach. Ich wollte die eigentlich demnächst über ebay verkaufen). Da du keine Feuchttücher benutzen wirst, sind Stoffläppchen, eine Thermoskanne und ein Schüsselchen wichtig. Am besten richtest du dir irgendwo doch eine Wickelecke ein und um deinen Rücken zu schonen, würde ich dir eine für dich angenehme Arbeitshöhe empfehlen. Für unterwegs hast du am besten einen Wickelrucksack mit deinen Stoffwindeln und feuchten Läppchen. Rucksack deswegen, weil du ja, wie schon erwähnt hast, ein Tragetuch möchtest. So hast du das Kind vorne umgeschnallt, den Rucksack auf dem Rücken und du hast immer noch zwei Hände frei, um alles mögliche damit zu machen. BeimTragetuch empfehle ich dir das längst Tuch von didimos, damit kannst du die Kreuzwickeltrage binden und das ist die einzige Form, die ich bei meinen Kindern gebraucht habe. Beim Binden vielleicht darauf achten, dass du den Knoten zum Zumachen auf die Seite machst, das ist angenehmer, wenn du irgendwo sitzt. Kinderwagen würde ich dir trotzdem empfehlen, da du deinen Rücken einfach ab und an mal entlasten musst. Ich habe meine Kinder wirklich sehr viel getragen, aber ohne einen Wagen ….. Außerdem kann dann auch mal jemand anderes mit dem Kind gut spazieren gehen, wofür du nach dem ersten halben Jahr auch dankbar sein wirst. Und ob dein Kind so gerne im Tuch von jemand anderem als der Mama getragen werden will, ist so ein Sache. Aber überleg es dir.
    Da du wahrscheinlich auch stillen willst, wären waschbare Stilleinlagen wichtig, denn ganz ohne läufst du bei jedem Babygeschrei aus, egal ob das Geschrei von deinem oder von einem anderen Kind kommt. Stille so lange, bis dein Kind von sich aus Gemüsebrei möchte. Heute wird, glaube ich, ab dem 4. oder 6. Monat beigefüttert, aber meine wollten erst nach 10 Monaten. Dann war die Breiphase aber ziemlich kurz und es ging relativ zügig zu normaler Kost über. Stillkissen empfand ich immer als recht angenehm, zumal meine Kinder manchmal darauf eingeschlafen sind. Deshalb am besten immer Telefon und ein gutes Buch griffbereit haben, manchmal sitzt man halt länger auf der Couch.
    Bezüglich Bett wäre mein Tipp, richte deinem Kind einen eigenen Schlafplatz ein, nicht nur für das Kind, sondern auch für euch als Paar. Wenn du kein Bett willst, dann hol eine kleine Matratze und leg sie auf den Boden. Manchmal geht nachts was daneben (auch wenn das mit Stoffwindeln höchst selten vorkommt), aber dann müsstest du immer euer Bett komplett frisch machen und das wäre keine wirkliche Erleichterung. Es gibt solche Betteinlagen aus Baumwolle, die wasserdicht sind, die würde ich dir in mehrfacher Ausführung empfehlen, auch für später, wenn die Kinder nachts trocken werden, sind diese Dinger eigenltich unersätzlich. So, ich glaube, das Wichtigste habe ich somit weitergegeben: Waschbare Stilleinlagen, Stoffwindeln mit Wickelrucksack, Tragetuch für Kreuzwickeltrage, Kinderwagen, Stillkissen, eigener Schlafplatz.
    Soweit meine Empfehlungen. Dann kann das Abenteuer ja beginnen!

    Viele Grüße

    Valentina

    • Olga Kroll schreibt:

      Danke für die vielen Tipps 🙂
      Das mit der Matratze klingt schon echt logisch. Ich weiß nicht wie oft so ein Kind ausläuft 😛 Aber Betten beziehen ist nicht meine Lieblingsbeschäftigung.
      Stilleinlagen kann man sich doch bestimmt auch einfach selber nähen oder? Muss man da auf etwas bestimmtes achten?

      • Valentina schreibt:

        Worauf man bei Stilleinlagen achten muss? Vielleicht, dass sie saugfähig sind und die Flüssigkeit bei sich behalten? Keine Ahnung, ich habe die Dinger nur getragen, nicht selbst gemacht. Wenn nicht, schau dir doch die waschbaren Stilleinlagen an, die es so käuflich zu erwerben gibt. Dann kannst du dir ein Bild darüber machen. Ich habe meine leider schon weggegeben. Aber mit den Stilleinlagen, dass ist immer so eine Sache. Ich bin immer komplett ausgelaufen bzw. ich konnte ein Fläschen unter die Brust halten, an der nicht getrunken wurde, und das wurde dann vollgetropft. Auch eine Methode. Aber das ist bei jedem anderes.
        In Bezug auf Milchpumpen noch der Hinweis, wenn du dir eine ausleihst, dann bitte eine elektrische. Mit den Handpumpen kriegt man nur Krämpfe in die Hände und wenig Milch. Das macht keinen Spaß.

        • Olga Kroll schreibt:

          😀 auf keinen Fall besorge ich mir eine elektrische. Vielleicht kann ich so die schwächelnde Muskulatur meiner Kletterhände etwas aufrecht herhalten 😛

      • Flora schreibt:

        Stilleinlagen bestehen meistens aus Seide, die die Feuchtigkeit weiterleitet und Wolle, die sie aufnimmt, wobei eine weitere Seidenschicht außen Milchflecken verhindern soll (je nachdem, wie stark der Milchfluss ist, was man vorher nicht sagen kann). Damit Du immer trockene hast, brauchst Du auch mehrere Paare. Ich war unzufrieden damit, dass sie immer verrutscht sind, aber wenn Du sie selbst nähst, kannst Du eventuell eine Halterung dran machen und an den BH knöpfen.
        Die Naturfasern sind antibakteriell, sollten aber nach dem Waschen mit Lanolin behandelt werden, um diese Eigenschaft nicht zu verlieren (was schlimme Brustentzündungen zur Folge haben kann!).
        Ich bin mir nicht sicher, wo man Lanolin verpackungsfrei bekommen kann, aber Dir fällt vielleicht etwas ein.
        Lanolin und Heilwolle, sowie die Muttermilch selbst sind einfach super, um allerhand Wunden zu heilen!
        Ansonsten finde ich eine Babynagelschere mit abgerundetem Ende eine hilfreiche Anschaffung, da auch größere Kinder gerne herumzappeln. Aber Nagelschneiden ist erstmal eh noch kein Thema.
        Für die benutzten Windeln empfehle ich für unterwegs einen Luft und Wasserdichten Packsack oder Behälter.
        Alles Gute Für Dich und das Kind!

        • Olga Kroll schreibt:

          Kennst du für den wasserdichten Windelsack eine gute Marke, die du empfehlen kannst? Die kann ich glaube ich nicht selber machen.
          🙂

          • Flora schreibt:

            Ich bin kein Paddler und kenne daher nur VAUDE oder ORTLIEB. Schau doch mal in einen Outdoor-Laden, vielleicht haben sie welche im Angebot. Nimm nur keinen schwarzen/dunklen, weil sonst die Windeln im Sommer darin gekocht werden 😉
            Aus Wachstuch oder LKW-Plane lässt sich sowas vielleicht auch selbst herstellen, allerdings wäre es gut, die Nähte zu verschweißen, damit auch wirklich kein Geruch entweicht. Luft und wasserdicht sind die Säcke durch dreimaliges zusammenrollen und zusammenklipsen der Enden. Siehe hier: https://www.ecosia.org/images?q=packsack

          • Olga Kroll schreibt:

            Ich bin mittlerweile auch auf die sogenannten Wetbags für benutzte Windeln, Waschlappen und Stoffbinden gestoßen. Sie sind aus PUL, polyurethan laminated fabric, also im Idealfall aus Baumwolle mit einer dünnen Polyurethanbeschichtung. Das ist natürlich Erdöl. Aber bissher die beste Lösung die ich gefunden habe.
            Aus Biobaumwolle habe ich sie leider auch noch nicht gefunden.

    • Zoe schreibt:

      Valentina bringt es gut auf den Punkt 🙂
      Stilleinlagen aus Baumwolle sind super.
      Blueberry Stoffwindeln sind top.
      Ohne Kinderwagen, ich könnte es nicht 😀 ich hab einen geholt, da war er 8 Wochen alt, beste Entscheidung!!
      Wickeltisch muss nicht, aber definitiv erhöhte Alternative.. Auf den bett oder Sofa macht es dir keinen spass!
      Im Bett schlafen, am besten nur mit 1,80m Matratze oder Beistellbett.. Und Unterlage!
      Mulltücher als spucktuch.
      Zum Po wischen habe ich Mandelöl oder kokoslöl auf der Heizung und viele Handtücher in kleine Stoff Tücher geschnitten. Zero waste Windeln waschen ist schwer, das Kalk und auch Bakterien besser rausgehen mit richtigem Windelwaschzeug.. Und kein linalool oder Weichmacher, das versaut dir deine Windeln..
      Tuch ist top, ringsling für später und didymos für den Anfang.
      Popo Creme geht auch nicht Zero waste….
      Heilerde hilft Wunder gegen Wunde stellen. Heilwolle auch 🙂
      Flaschen gibt es plastikfrei von purakiki – wegen Vitamin d gabe oder Probiotika, wie in unserem Fall. Und stillen ist eh das praktischste 😉

      • Olga Kroll schreibt:

        Popo Creme geht nicht Zero Waste ?! Mit so einer Aussage weckst du natürlich meinen Kampfgeist. So schnell werde ich mich damit nicht abfinde 😉
        Benutzt du auch Windelvlies in der Stoffwindel?

  29. Silja schreibt:

    Herzlichen Grlückwunsch, das sind doch wunderbare Nachrichten. Ich habe selber zwei Kinder und habe am Ende der Kleinkinderzeit eine Rieseliste von überflüssigen Anschaffungen machen können. Also mein Tipp: erstmal warten bis das Baby da ist und dann alles ausleihen. Du glaubst nicht, wie wenig man im Grunde braucht. Für mich war ein Kinderwagen jedoch ein absolutes Muss, denn da habe ich alle EInkäufe untergebracht und meine Jungs waren schnell zu schwer zum Rumtragen…aber kommt Zeit kommt Rat. Gebrauchte Babywäsche ist eh die beste, und einen HEizstrahler brauchst du auf keinen Fall wenn das Baby eh im Frühling ode Sommer kommt. War auch sowas total Überflüssiges, was ich gekauft habe. Der letzte Mist war ein Windeleimer. Da gibt es ja mittlerweile tolle Windelsysteme mit superhübschen Windelhöschen etc. Man kann sie aus eigenen Stoffen nähen lassen. Habe ich auf kivanta gesehen. Wickeltisch ist auch nicht nötig, denn ein Bett reicht auch, mit einer dicken Moltonunterlage. Außerdem frag mal in Krankenhäusern, wie viele Kinder von solchen Kommoden täglich runterfallen! Das wichtigste Möbel für mich war ein Schaukelstuhl (eine große Hängematte geht natürlich auch), denn wenn ich darin saß, ein Baby auf dem Arm, schaukelte und sang, waren die Babys glücklich oder schliefen ein. Fand ich besser als hektisch rumtragen oder, was viele machen, in einer Wippe durchrütteln (furchtbar) oder gar mit dem Wagen um den Block sausen. Das sanfte Schaukeln mögen Babys lieber und schont ihre Gehirne…es gibt so schöne ans Doppelbett anschraubbare halboffene Bettchen, vielleicht gibt es das in Ebay. Da liegt das Kind nicht auf dem riesigen Doppelbett herum, sondern hat sein eigenes Plätzchen ganz dicht an den Eltern. Manche Babys mögen nicht auf riesigen Flächen ohne Begrenzung schlafen (meine zum Beispiel). Man kann auch einen Wäschekorb als Bett verwenden, den kann man sogar an die Decke hängen. Aber das seht ihr alles noch. Ich wünsche eine ganz schöne Zeit! Liebe Grüße, Silja

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