Die Nachricht ist nicht mehr ganz so neu, das geht jetzt schon sechs Monate so. Wir haben zwar schon drei Kinder im Haushalt, es ist aber mein erstes Kind. Und während wir bei unseren drei Halbwüchsigen mit unserem neuen Lebensstil nicht wirklich punkten können, so haben wir mit dem neuen Kind die Chance unsere Ideale von Anfang an unter zu bringen. Wie erfolgreich wir damit sind, könnt ihr hier mit verfolgen.

Ein neuer Kleiderschrank?

Bis es soweit ist kommen aber die gleichen Fragen auf uns zu, vor die jede Familie mit drohendem Nachwuchs steht. Was wird sich ändern? Was brauchen wir alles und wie verstaue ich diesen riesigen Bauch unter einer Schicht Kleidung. Letzteres ist das, was mich zur Zeit wohl am meisten beschäftigt. Meine Standardgarderobe ist eher eng geschnitten und so musste sie schon früh im Schrank verbleiben. Wie ihr euch sicher denken könnt, ist mir aber alles andere als danach, mich neu einzukleiden, nur weil ich neun Monate lang schwergewichtig bin (Ich habe mir fest vorgenommen, dass dieser Zustand nicht viel länger anhalten soll;-) ). Glücklicherweise ist die Auswahl an ehemals schwangeren Frauen um mich herum groß, so dass ich einige wichtige Stücke übernehmen konnte. Ein paar weite Blusen, ein paar Schwangerschaftshosen und tolle Still-BHs. Das ist doch das schöne an der Familienplanung. Bei Schwangerschaftsmode und bei Kinderkleidung ist die Fluktuation der Kleidung groß und ebenso die Bereitschaft, gebrauchte Kleidung anzunehmen und im Anschluss weiter zu geben. So wie man es sich eigentlich bei unserer gesamten Kleidung nur wünschen könnte. Weniger Besitzt und ab und zu mal was austauschen, wenn man frischen Wind braucht.

ZWL_Schwangerbauch_1000Das einzige was ich mir bisher selbst gekauft habe, sind drei Bauchbänder, die Ebay mir günstig und gebraucht zur Verfügung stellte. Wie ich feststellen durfte sind sie eine sehr praktische Erfindung. So ein Bauchband ist eigentlich nur ein Schlauch, in den der ganze dicke Bauch reinpasst. So kann ich meine alte Jeans vorerst weiter tragen, lasse den Knopf einfach auf und schiebe das Bauchband darüber. Eine Etage tiefer habe ich das Band auch schon als Rock getragen. Dazu kommen die recht dehnbaren Strumpfhosen, von denen ich immer noch viel zu viele besitze. Diese wenigen Teile reichen mir eigentlich aus, da ich nicht mehr den Anspruch habe, jeden Tag etwas anderes anzuziehen. Solang der Bauch reinpasst, bin ich zufrieden.

Hormoneller Kaufrausch?

Ab und zu kommen mir Fragen in den Sinn, was wir uns sonst noch alles anschaffen sollten, da wir bald ein Baby bekommen. Wickelkommode? Wärmelampe für die Wickelkommode, geruchsdichter „Müll“-Eimer für die Mehrwegwindeln? Kinderwagen? Tragegestell? Kinderstuhl? Babybett? Stubenwagen? Wenn wir uns das alles anschaffen würden, müssten wir ein weiteres Zimmer anbauen. Denn wir haben tatsächlich kein Kinderzimmer für den Nachwuchs, die Wohnung ist voll. Zwei Kinderzimmer, ein Schlafzimmer und ein Arbeits- / Wohnzimmer. Deshalb bekommt das Kind also kein eigenes Bett, unser Bett ist groß genug.
Eine Wickelkommode werden wir ebenfalls nicht anschaffen. Wir haben aber Boden, Betten, sonstige Kommoden, Sofas und Tische. In meinem naiven Leichtsinn glaube ich, dass das ausreichen müsste, um ein Kind zu wickeln.
Ein Stubenwagen wäre wahrscheinlich praktisch. Nachdem ich in Südostasien gewesen bin, wo Babys und Kinder überall hin mitgenommen werden und sehr gerne in ganz einfachen Hängematten verstaut werden, möchte ich aber lieber eine Hängematte haben. Wenn ich mir überlege, wie wohl ich mich darin fühle, so kann es meinem Baby gar nicht anders gehen. Mein nächstes Projekt soll also lauten: Babyhängematte selber nähen!
Das nächste Thema ist der Kinderwagen. Puh, da habe ich eigentlich keinen Bock drauf! Braucht man wirklich einen Kinderwagen wenn es nur ein Kind ist? Vor meiner Schwangerschaft trug ich meinen halben Hausrat immer im Rucksack durch die Gegend, warum also nicht auch ein Baby. Es gibt Kulturen, da hängt das Baby den ganzen Tag bei der Mutter auf dem Rücken. Nirgendwo sonst schläft es doch so friedlich, wie ganz nah an Mamas oder Papas oder wessen Körper auch immer. Ein Tragetuch wird es also auf jeden Fall geben. Alleine schon, weil es so ungeheuer praktisch ist. Zig verschiedene Tragetechniken, ein Umhängebeutel, eine Decke auf der Wiese oder mit ein paar Knoten schon eine einfache Hängematte. So viel Flexibilität ist ganz mein Stil.

Ich muss zugeben. Ich habe keine Ahnung und ich gebe keine Garantie dafür, was letztendlich alles bei uns rumstehen wird. Es ist mein erstes Kind und ich kann nur spekulieren. Aber spekuliert doch mit mir! Was braucht es wirklich für so ein Baby und was ist eher überflüssig? Erzählt mir und allen andern was ihr für Erfahrungen gemacht habt.

Drei Monate Schwergewichtigkeit liegen noch vor mir. Bis dahin muss die Hängematte fertig sein.