Brot, Brötchen und andere Backwaren einkaufen

Das meiste an Backwaren, was man beim Bäcker bekommt wird immer hin in Papiertüten verpackt. Aber wenn ihr euch mal vorstellt, wie viele Bäcker es bei euch im Viertel gibt, wie viele das in ganz Deutschland sind und wie viele Papiertüten alleine an einem Tag da über die Theke gehen, merkt ihr schnell, da kommen einige Bäume zusammen. Diese sind zwar nachwachsend, der Aufwand sie zu Papiertüten umzuformen benötigt aber ein hohes Maß an nicht nachwachsenden Ressourcen, Wasser und Energie. Außerdem kann man bei der Farbbedruckung der Tüten leider nicht davon ausgehen, dass sie auf umweltfreundlichen, mineralölfreien, veganen Farben besteht.

Folglich gilt auch hier: Ohne ist besser und Mehrweg statt Einweg. Wenn ihr euch also einmal eine dauerhafte Tüte anschafft, könnt ihr euch alle weiteren Einwegtüten sparen. Das kann ein einfacher Jutebeutel sein, ein ausgedientes Kopfkissen oder ein spezielles Brotsäckchen. Ich habe unseres hier selbst genäht, aus einer alten blumigen Tischdecke.

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Brot im Sack

Ausgestattet mit diesem Säckchen geht ihr einfach zur Brottheke und sagt“5 Brötchen bitte, hier rein.“ und reicht das Säckchen rüber. Im Gegensatz zu Frischetheken ist das Brotkaufen keinerlei Problem und wird überall akzeptiert (wo wir bisher waren). Viele Verkäufer freuen sich ganz im Gegenteil über soviel Mitdenken.

Tipp

Ist das Brot einmal im Stoffsack drin, bleibt es dort auch. Denn wer kennt das Dilemma nicht: In der Papiertüte trocknet das Brot zu schnell aus, in der Plastiktüte fängt es an zu schimmeln und im Kühlschrank wird es altbacken. Im Stoffbeutel bleibt die Feuchtigkeit erhalten, ist es zu viel davon, kann sie aber vom Soff aufgenommen werden. Ihr könnt es aber auch in ein Küchenhandtuch, in das das Brot schlichtweg eingewickelt wird. Es gibt auch spezielle Brottöpfe, die den gleichen Effekt haben. Der verbraucht aber auch wieder viel Platz – eher nichts für Minimalisten.