Das Brot ist im Sack

Veröffentlicht am: 16. August 2013 |

Brot, Brötchen und andere Backwaren einkaufen

Das meiste an Backwaren, was man beim Bäcker bekommt wird immer hin in Papiertüten verpackt. Aber wenn ihr euch mal vorstellt, wie viele Bäcker es bei euch im Viertel gibt, wie viele das in ganz Deutschland sind und wie viele Papiertüten alleine an einem Tag da über die Theke gehen, merkt ihr schnell, da kommen einige Bäume zusammen. Diese sind zwar nachwachsend, der Aufwand sie zu Papiertüten umzuformen benötigt aber ein hohes Maß an nicht nachwachsenden Ressourcen, Wasser und Energie. Außerdem kann man bei der Farbbedruckung der Tüten leider nicht davon ausgehen, dass sie auf umweltfreundlichen, mineralölfreien, veganen Farben besteht.

Folglich gilt auch hier: Ohne ist besser und Mehrweg statt Einweg. Wenn ihr euch also einmal eine dauerhafte Tüte anschafft, könnt ihr euch alle weiteren Einwegtüten sparen. Das kann ein einfacher Jutebeutel sein, ein ausgedientes Kopfkissen oder ein spezielles Brotsäckchen. Ich habe unseres hier selbst genäht, aus einer alten blumigen Tischdecke.

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Brot im Sack

Ausgestattet mit diesem Säckchen geht ihr einfach zur Brottheke und sagt“5 Brötchen bitte, hier rein.“ und reicht das Säckchen rüber. Im Gegensatz zu Frischetheken ist das Brotkaufen keinerlei Problem und wird überall akzeptiert (wo wir bisher waren). Viele Verkäufer freuen sich ganz im Gegenteil über soviel Mitdenken.

Tipp

Ist das Brot einmal im Stoffsack drin, bleibt es dort auch. Denn wer kennt das Dilemma nicht: In der Papiertüte trocknet das Brot zu schnell aus, in der Plastiktüte fängt es an zu schimmeln und im Kühlschrank wird es altbacken. Im Stoffbeutel bleibt die Feuchtigkeit erhalten, ist es zu viel davon, kann sie aber vom Soff aufgenommen werden. Ihr könnt es aber auch in ein Küchenhandtuch, in das das Brot schlichtweg eingewickelt wird. Es gibt auch spezielle Brottöpfe, die den gleichen Effekt haben. Der verbraucht aber auch wieder viel Platz – eher nichts für Minimalisten.

14 Comments to Das Brot ist im Sack

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  2. Kristin schreibt:

    Hallo, das ist eine super Idee! Kann man das Brit dann zu Hause ganz normal in dem Beutel lassen und funktioniert das auch mit geschnittenem Brot?
    Liebe Grüße

    • Olga schreibt:

      geschnittenes Brot ist schwieriger, weil dafür der Beutel über die Theke gegeben werden muss. Da müsste man beim Bäcker nachfrage, ob der das macht.
      Die Beste Lagerung für Brot sind Römertöpfe oder Leinenbeutel, da hier die Feuchtigkeit länger erhalten bleibt, ohne zu schimmeln. Mit letzteren kann man auch gut direkt einkaufen gehen.

  3. Corina schreibt:

    Hallo,
    ich habe mir einen Leinensack für das Brot besorgt, jedoch ist dieses darin irre schnell geschimmelt. Gibt es einen Tripp dies zu verhindern?
    Vielen Dank im Voraus

  4. Grace schreibt:

    Ich habe auch einen Brotbeutel, wo ich mir mein geschnittenes Brot und meine Brötchen rein tun lasse.
    Früher haben die einfach den Brotbeutel rüber genommen und das Brot aus der Maschine oder die Brötchen da reingetan.
    Allerdings wurde mir letztens bei der Bäckerei um die Ecke gesagt, dass die das jetzt so nicht mehr dürfen.
    Ich darf den Beutel zwar noch auf die Theke legen, aber die Verkäuferin darf z.B. die Brötchen nicht selbst da rein tun, weil sie den ja dann anfasst. Sie muss also erst mir die Brötchen in die Hand geben und ich muss sie dann selbst in meinen Beutel tun. Bekloppter Aufwand, aber wenigstens hab ich mich durchgesetzt und krieg die Brötchen verpackungsfrei.
    Bei geschnittenem Brot geht es auch ähnlich. Die Verkäuferin hält das geschnittene Brot mit ihrem Handschuh hochkant über die Therke und ich stülpe den offenen Brotbeutel drüber, zieh ihn über das Brot runter und fertig.
    Ich kriege dafür, dass ich einen Beutel benutze, durchweg positive Rückmeldungen von den Verkäuferinnen. Die finden die Regelungen meist auch übertrieben, haben aber natürlich Bedenken, dass das Gesundheitsamt ihnen auf’s Dach steigt, wenn sie sich nicht an die Vorschriften halten.
    Nach dem Kauf kommt das Brot bei mir in Wachstuch (z.B. von „Bee’s Wrap“), damit es nicht so trocken wird.

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  10. Kerstin schreibt:

    Hallo,
    Diese Idee hatte ich auch, aber leider noch nicht umgesetzt. Wir kaufen „frische“ Brötchen beim Discounter (ja, shame on us) und da sind die Brötchentüten besonders pervers: die Papiertüten haben ein grosses Sichtfenster aus Plastik damit der Kassierer beim Scannen die Tüte nicht aufmachen muss um zu sehen was drin ist! Ich setze mich heute noch an die Nähmaschine. Es wird allerdings schwer, meinen Mann zu über zeugen, der die Brötchen meistens einkauft.
    LG Kerstin

    • Olga schreibt:

      Das höre ich sehr häufig, dass Frauen Schwierigkeiten haben, ihre Männer zu überzeugen. Was ist mit euch los Männer?! Warum fällt es euch so schwer? Habt ihr keine Eier in der Hose mal nicht nach dem Strom zu schwimmen und das Richtige zu tun?!

      Viel Erfolg bei der Überzeugungsarbeit Kerstin 😉

  11. Mica schreibt:

    Super Idee!
    Ich kaufe mein Brot jetzt immer bei einem tollen Biobäcker am Marktstand, die werden mir das sicherlich auch gerne in ein Stoffsäckchen packen.
    Tja, wenn ich jetzt nähen könnte 😉 – aber ich nehm einfach einen Einkaufs-Stoffbeutel, das müsste doch auch gehen, oder?

    Glückwunsch übrigens zum neuen Blog, ist sehr schön geworden

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